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Die soziale Komponente von Musik sollte nicht unterschätz werden

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Von der Früherziehung über Instrumentenausbildung bis zur Integration in den Verein reicht beim Waldenrather Musikverein der Ausbildungsweg für 30 Jungen und Mädchen. Foto: Jennes

Heinsberg-Waldenrath. Spielerisch die Liebe zur Musik zu wecken, talentierten Nachwuchs zu entdecken und zu fördern - das ist das Ziel der Jugendarbeit des Musikvereins Waldenrath. Rund 30 junge Nachwuchsmusiker sind derzeit in den unterschiedlichsten Stufen beim Verein in der Ausbildung.

Zwar dominieren zahlenmäßig immer noch die Jungen, doch sind die Mädchen inzwischen ganz schön auf dem Vormarsch. Mit Sophie Backhaus, der jungen Saxophonistin, ist inzwischen das erste Mädchen in den Verein integriert, das hier auch seine Ausbildung erhielt.

Klar ist den Verantwortlichen, dass es ein weiter und manchmal durchaus schwieriger Weg von der musikalischen Früherziehung bis zur Aufnahme in den Verein als vollwertiger Musiker ist. Da gilt es für die Ausbilder Josef Welfens und Toni Hilgers, der außerdem der Dirigent des Vereins ist, den Nachwuchs immer wieder neu zu motivieren und bei der Stange zu halten. Keine leichte Aufgabe, zu fördern - aber auch zu fordern - bei der großen Konkurrenz an Freizeitangeboten für die Jugend. „In der Früherziehung”, so Ausbilder Josef Welfens, „geht es darum, spielerisch zunächst das Gehör zu schulen und ein Gefühl für Rhythmus und Takt zu vermitteln”.

Hier arbeitet auch Janette Welfens aktiv mit. Erst dann kann man sich den Instrumenten zuwenden. Hier setzt der Verein bereits im Alter von sechs bis sieben Jahren an:l Schlag- und Orff-Instrumente bilden die Basis, auf die die weitere Ausbildung aufbaut. Der nächst Schritt ist beim Waldenrather Musikverein die Blockfötengruppe, wo es dann auch schon um die ersten Notenkenntnisse und Musiktheorie geht.

Der im Jahr 2003 auf Initiative des Vorsitzenden Rolf beschrittene Ausbildungsweg zeigt bereits erfreuliche Erfolge und stärkt damit auch den Stammverein. Die verschiedenen entwickelten Ausbildungsstufen sowie das Angebot von Einzelunterricht ermöglichen es auch Quereinsteigern, die bereits Noten- und vielleicht sogar Instrumentenkenntnisse mitbringen, sich schnell in den Verein zu integrieren. Mit großem Engagement bringt sich neben Rolf Bertrams und Josef Welfens nicht zuletzt Toni Hilgers in die Nachwuchsausbildung ein.

Ab zehn Jahren bietet der Verein Einzelunterricht an. Auch wenn die Kinder die freie Wahl haben, sich für Horn, Trompete, Posaune, Flügelhorn, Klarinette oder Schlagzeug zu entscheiden, so steht man ihm Verein dazu, auch „ein wenig die Talente zu lenken”. Dabei verliert man die einzelnen Instrumentenregister des eigentlichen Musikvereins Waldenrath nicht aus den Augen. Gefördert und unterstützt werden aber auch spezielle Interessen und Talente, wie das Musizieren auf der Oboe.

Für diesen Unterricht holte man sich Holger Geiser aus Birgelen. Das Highlight des Ausbildungsjahres ist zum Jahresabschluss die so genannte Matinee, bei der der Nachwuchs des Waldenrather Musikvereins mit Lampenfieber das Erlernte und die Ausbildungsfortschritte seit dem letzten Jahr präsentiert. Als Solisten oder als Gruppe begeistern sie regelmäßig ihre Zuhörer in der Waldenrather Begegnungsstätte und belohnen so ihre Ausbilder für viel Mühe und Geduld. Musik aktiv zu erlernen hat darüber hinaus eine nicht zu unterschätzende pädagogische und soziale Komponente.
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