Die Schotten rechnen mit hoher „Reinfallquote” beim Balanceakt

Von: syn
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erk-schottenfo
Kraft, Ausdauer und Geschick waren gleichermaßen gefragt beim Schottenlauf im Rahmen der Highland-Games in Matzerath.

Erkelenz-Matzerath. Dudelsackmusik und brachiales Geschrei waren auf dem Bolzplatz in Matzerath zu hören. Bereits zum fünften Mal hatte der ansässige Highlander-Clan zu den einzigen Highland-Games im Kreisgebiet eingeladen. Gemeint sind damit Sportarten, die es niemals bis zur olympischen Reife bringen werden.

Für ein passend schottisches Musikprogramm sorgte eine Pipe-Band aus den eigenen Reihen, die von drei waschechten Schotten verstärkt wurde.

Rolf Pangels vom Matzerather Clan betont, dass es den niederrheinischen Hobby-Highlandern vor allem um den Spaß geht. Gegründet wurde der Clan vor zehn Jahren. Zu den mittlerweile fünften Matzerather Highland-Games waren nicht nur Gruppen aus der Umgebung gekommen, sondern auch Gäste aus Düsseldorf und eine Gruppe der Mechatronik-Einheit der Bundeswehr aus Jülich.

Mit den geforderten Disziplinen wie Baumstammslalom und Timberwalk hatten sie als alte Hasen keine Schwierigkeiten. Darüber hinaus standen Steinweitwurf, Tauziehen oder Strohsackhochwurf auf dem Programm. Neu war das Wasserbecken, über das eine nicht gerade handliche Stange balanciert werden musste.

„Wie geplant hatten wir hier eine hohe Reinfallquote”, schmunzelte Pangels. Mit knapp 400 Besuchern und fünf Mannschaften fielen die Highland-Games etwas kleiner au als im Vorjahr.

Dem Spaß, den die Teilnehmer und Zuschauer auf dem Matzerather Bolzplatz hatten, tat dieser Umstand keinen Abbruch.

Bereits zum dritten Mal waren die „Wild Chix” aus Matzerath am Start, die den männlichen Hobby-Schotten das Fürchten lehrten. Natürlich wurde bei einigen Disziplinen auch ein Auge zugedrückt. So brauchten die Highlanderinnen nur 20 beziehungsweise 40 Kilo schwere Steine zu schleppen und auf das hölzerne Pult zu wuchten. Die Herren der Schöpfung hingegen mussten sich mit 60 oder 80 Kilo abmühen. Auch die Baumstämme, die es zu schleudern galt, wobei sie sich einmal in der Luft drehen und im Uhrzeigersinn auf 12 Uhr liegen bleiben mussten, waren nur handliche vier statt sechs bis acht Meter lang. Am Ende setzte sich bei den Herren die Mechatroniker gegen den Ratheimer Clan Mc Drunken durch. Bei den Damen siegten die heimischen „Wild Chix”, die im Vorjahr noch den zweiten Platz belegt hatten.

Feierlich wurde es, als der Hückelhovener Pastor Jürgen Frisch die neue Fahne des Matzerather Clans auf schottische Art und Weise weihte. Dazu wird sie auf einen Stein gelegt, bevor eine Flasche Whisky auf ihr zerschlagen wird. Die Fahne wird mit den Matzerather Schotten viel herumkommen, denn der Clan wird gerne zu Festen von Gleichgesinnten eingeladen. Für das kommende Jahr ist außerdem eine Tour nach Schottland geplant.
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