Die Not hierzulande und auch in der Welt lindern

Von: Petra Wolters
Letzte Aktualisierung:
kleider-fo
Mehr als 21.000 Euro Erlös aus der St.-Martins-Kleidersammlung verteilten Regionaldekan Winfried Müller (Mitte) und Lutz Braunöhler (3.v.l.) als Vorsitzender des Katholikenrats im Erkelenzer Cusanus-Gymnasium an acht Einrichtungen, Initiativen und Vereine. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Mehr als 21.000 Euro Erlös sind das Ergebnis der traditionellen St.-Martins-Kleidersammlung, die im November wieder von den katholischen Pfarrgemeinden im Kreis Heinsberg durchgeführt wurde.

Im Erkelenzer Cusanus-Gymnasium verteilten Regionaldekan Winfried Müller und Lutz Braunöhler, Vorsitzender des Katholikenrates in der Region Heinsberg, das Geld an acht Einrichtungen, Initiativen und Vereine.

Bei dieser Kleidersammlung handele es sich um die größte kirchliche Sammlung ihrer Art, betonte Müller. Er dankte den mehr als 1000 Helfern, die im Einsatz waren. Sein besonderer Dank ging an Ralf Zanders vom Büro der Regionaldekane, der erstmals für die Organisation der Sammlung verantwortlich zeichnete.

Mit dem Geld, das aus dem Verkauf der Altkleider erlöst worden sei, könnten auch Menschen unterstützt werden, „die hier ihre Wurzeln haben und Not in der Welt lindern wollen”, so der Regionaldekan weiter. Als Beispiel nannte er Schwester Christa, die sich in Santa Cruz in Bolivien um Kinder kümmert und dabei von der Pfarrgemeinde St. Hubertus Kirchhoven unterstützt wird. Es sei richtig, dass jetzt in Haiti geholfen werde, so Müller weiter. Aber es würden auch Menschen der Hilfe bedürfen, die nicht groß in den Schlagzeilen seien.

Franz Korte, ehemaliger Regionalstellenleiter in Erkelenz und vor 40 Jahren gemeinsam mit Prälat Arnold Poll Mitbegründer der Kleidersammlung, erklärte, für die Sammlung sei das Fest des heiligen Martin gewählt worden, da er „der Prototyp” der Heiligen für das Thema Teilen sei. Ein Drittel der Einwohner des Kreises hätten bisher geholfen, wenn er davon ausgehe, das in den rund 100 Gemeinden jeweils zehn Menschen bei der Verteilung der Tüten und weitere zehn beim Einsammeln geholfen hätten. Das seien pro Jahr rund 2000 Menschen, auf 40 Jahre gerechnet also 80.000. Und insgesamt hätten bisher rund zwei Millionen Euro auf etwa 300 Projekte verteilt werden können.

Gemeinsam mit seinen Schülern stellte Lehrer Bruno Bürger dann die Arbeit der Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums vor, die Projekte in Brasilien und Indien unterstützt und die finanziellen Mittel aus der jüngsten Kleidersammlung für den Bau eines Kinderheims für Mädchen im indischen Tirivuru verwenden möchte. Braunöhler und Müller übergaben der AG dafür 2300 Euro.

Über eine gleich hohe Unterstützung freuten sich die Vertreter aus Kirchhoven für Schwester Christa, das Selbsthilfe- und Freiwilligenzentrum im Kreis Heinsberg sowie die Schwangerenkonfliktberatung Donum Vitae. Je 750 Euro gingen an den Oberbrucher Verein Amos, an den Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) im Kreis Heinsberg sowie an den Förderverein Abb George in Wegberg, der einen Priester in seiner Heimat Burundi beim Aufbau einer Kinder- und Krankenstation unterstützt. 10.000 Euro übergaben Braunöhler und Müller der Caritas-Werkstatt Schierwaldenrath.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert