Hückelhoven - Die Hoffnung auf viel mehr Platz

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Die Hoffnung auf viel mehr Platz

Von: hewi
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Auf dem Familienfest der Hück
Auf dem Familienfest der Hückelhovener Mineralien-und Bergbaufreunde suchten die Kinder traditionsgemäß nach Mineralien, die im Sand versteckt waren. Die Erwachsenen schauten dabei interessiert zu. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Die Mineralien- und Bergbaufreunde verbinden die Erinnerung an die Bergbautradition in Hückelhoven mit der Faszination für die Schätze der Erde.

In ihrem Museum an der Ludovocistraße haben sie eine Mineraliensammlung zusammengetragen, die weit über die Region hinaus bekannt ist und jedes Jahr rund 2000 Besucher und Besuchergruppen anlockt. Gern besucht wird auch das traditionelle Familienfest, zu dem die Mineralienfreunde im Sommer einladen.

Zu den bewährten Attraktionen des Familienfestes gehört der Sandhaufen von rund sechs Kubikmetern, in dem die Kinder nach Herzenslust mit der Schaufel nach Schätzen graben konnten. Rund 1500 Mineralien und Funde, die Mineralienfreund Werner Wrobel nach und nach einstreute, galt es zu finden. Barfuß und mit handlichen Schaufeln bewaffnet machten sich die jungen Besucher ans Werk.

Hartwig von Hoym zeigte den Besuchern gerne, wie man mit dem Cradle Schaufelladungen Sand nach dem edlen Metall durchsiebt. Er selbst hat dies schon am Klondike River getan, erzählte der Dürener. Mit dem Goldwaschen kann er seine beiden Hobbies Bergbau und amerikanische Siedlergeschichte gut verbinden.

Der Bergbau und die Schätze, die man aus der Erde holen kann, hätten ihn schon immer fasziniert, betonte der Technische Zeichner. Die Goldklumpen, die es zu finden galt, waren klein. Bereits zum dritten Mal waren der Schotte Ken McKinney und sein niederländischer Kollege Geert Thissen mit ihren Dudelsäcken für die Livemusik zuständig. Die Museumsräume standen den Besuchern natürlich auch offen. Hinter Glas in ausgeleuchteten Vitrinen warteten die eindrucksvollen Exponate. Da in den Räumen weitestgehend auf Licht verzichtet wurde, konnten sich die Besucher auf die glänzenden und strahlenden Mineralien und ihre oft bizarren Formen konzentrieren. Die Funde aus der ganzen Welt werden regelmäßig ausgewechselt, da an eine Erweiterung nicht zu denken sei, erklärte der Vorsitzende Matthias Schmitz. „Wir können den Leuten ja nicht immer dieselben Sachen zeigen.”

Allerdings zeigte er sich zuversichtlich, dass zusammen mit der Stadt in den nächsten Jahren eine Lösung gefunden werden könne. Denn die Räume des Museums und des Traumlandes nebenan sollen nach derzeitigen Überlegungen im Rathaus mittelfristig anders genutzt werden. Wohin es dann gehen könnte, sei noch nicht sicher. „Hier können wir auf jeden Fall nicht erweitern, denn es platzt jetzt schon aus allen Nähten”, erklärte Schmitz.

Daher schaue man zuversichtlich in die Zukunft, schließlich werde ja auch laut über ein Museumsgebäude am Schacht 3 nachgedacht. Dort würde die überregional anerkannte Sammlung gut aufgehoben sein.
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