Kreis Heinsberg - Die Bauwirtschaft verlangt grundlegende Reformen

Die Bauwirtschaft verlangt grundlegende Reformen

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Kreishandwerksmeister Wilfried Wiesenborn (r.), Dr. Michael Vondenhoff und Fachgruppenleiter Hans-Josef Aretz (v.l.) überreichen CDU-MdB Leo Dautzenberg eine Broschüre mit den politischen Forderungen der Bauwirtschaft. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Nicht zuletzt das heimische Handwerk soll durch einen Forderungskatalog der Bundesvereinigung Bauwirtschaft dynamisiert werden.

Die deutsche Bauwirtschaft fühlt sich nach Wegfall des Meisterzwangs in vielen Bereichen benachteiligt und sieht sich genötigt, mit der Aktion „Politische Forderungen zur Bundestagswahl 2009” auf notwendige grundlegende Reformen hinzuweisen.

Bei einem Gespräch im Haus des Handwerks in Geilenkirchen umriss der Bundesfachgruppenleiter Fliesen, Hans-Josef Aretz aus Geilenkirchen, im Beisein von Kreishandwerksmeister Wilfried Wiesenborn und dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Michael Vondenhoff, die von der Bundesvereinigung Bauwirtschaft formulierten politischen Forderungen und übergab sie in Form einer Broschüre an den Bundestagsabgeordneten für den Kreis Heinsberg, Leo Dautzenberg (CDU).

„Neben der unbestrittenen Notwendigkeit, grundlegender Reformen der sozialen Sicherungssysteme, des Steuersystems sowie der öffentlichen Haushalte, wird es eine der Hauptaufgaben einer neuen Bundesregierung sein, für Verlässlichkeit der getroffenen politischen Entscheidungen zu sorgen”, sagte Wiesenborn. Der Stellenwert der Bauwirtschaft resultiere aus ihrer Größe und aus der Tatsache, dass die Bauwirtschaft Investitionsgüter herstelle und Arbeitsplätze im Inland zur Verfügung stelle.

Dies sei für jede Volkswirtschaft von entscheidender Bedeutung. „Heimische Betriebe und damit Arbeitsplätze können nur dann gesichert werden, wenn die hohen Lohnzusatzkosten gesenkt und der Arbeitsmarkt deutlich flexibilisiert und dereguliert wird”, sagte Aretz. Nach dem Wegfall des Meisterzwangs, würde es immer schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Aretz forderte vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen, um „zuverlässig und langfristig arbeiten zu können”. Dautzenberg bot bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben seine Unterstützung an.

Der Prozess der Umkehr dürfte schwierig sein, denn die Änderung der Rahmenbedingungen mit Zulassungsfreiheit sei auf die vorherige Regierung zurückzuführen. Zu einer weiteren Forderung der Bauwirtschaft nach einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz sagte er: „Das kriegt man nur hin, wenn Einstimmigkeit bei allen 26 EU-Ländern besteht.”
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