Dialog zwischen Jung und Alt findet im Prinzip nicht statt

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Kreis Heinsberg. „Obwohl der Austausch zwischen Jung und Alt als wertvolles Gut angesehen wird, findet er so gut wie gar nicht statt”, betont Brigitte Hocks.

Sie ist in der Kreisverwaltung zuständig für Jugendschutz und Jugendpflege. Bei deer Sitzung des Seniorenbeirats stellte sie ein neues Projekt vor. „Generation Jugend - so jung kommen wir nicht mehr zusammen” lautet sein Motto.

Damit wollen die Jugendämter der Städteregion Aachen sowie von Kreis und Stadt Düren, das Jugendamt in der Kreisverwaltung sowie die Jugendämter in Erkelenz und Hückelhoven ihre bisher erfolgreich durchgeführten, gemeinsamen Aktionen in der Zeit vom 15. Oktober bis zum 30. November fortsetzen.

Unter dem Projekttitel „Generation Jugend” werde dabei insbesondere die Thematik des demografischen Wandels in den Blick genommen. Es sollen daher gebündelt Aktionen auf den Weg gebracht werden, die den Dialog zwischen Alt und Jung ermöglichen, vertiefen und ausbauen. Sie sollen generationsübergreifende Beteiligungsformen an gesellschaftspolitischen Prozessen in Gang setzen und „das in vieler Hinsicht stereotype Bild von Jugendlichen im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen auch durch den dialogischen Prozess mit der Erwachsenenwelt in einer differenzierten Vielfalt anschaulich machen”, zitierte Hocks aus dem Konzept zum Projekt.

Ziel sei in der Praxis, junge, ältere und alte Menschen an einen Tisch zu bringen und sie zu ermutigen, „gemeinsame Sache(n)” zu machen, dabei ins Gespräch zu kommen und so ein differenzierteres und breiteres Verständnis füreinander zu entwickeln.

Als Beispiele dafür beschreibt die Projektskizze etwa Projekte, in denen Senioren Jugendlichen ehrenamtlich handwerkliche Fertigkeiten vermitteln oder ihnen als Paten bei der Vorbereitung der Berufswahl oder beim Berufseinstieg zur Seite stehen.

Umgekehrt können sich Jugendliche ehrenamtlich engagieren, indem sie Senioren die Computertechnik näherbringen oder sie bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben unterstützen, etwa bei Behördengängen, beim Einkauf oder auf Ausflügen. Um Nachhaltigkeit zu gewährleisten, sollte ein Ziel bei allen Projekten sein, sie in den langfristigen Programmen der jeweiligen Jugendeinrichtungen festzuschreiben.

Für Samstag, 15. Oktober, ist als Auftakt in der Europa-Hauptschule in Alsdorf ein Fachtag mit Vortrag und vier Workshops geplant. Projekte, Initiativen und Maßnahmen, die für ein generationenübergreifendes, positives Miteinander stehen, sollen dabei vorgestellt werden.

Zielgruppen des Fachtags sind vor allem Jugendeinrichtungen, Schulen und Freie Träger der Jugend- und Altenhilfe. Dieses Projekt führe mitten in die Thematik des Seniorenbeirats hinein, betonte des Vorsitzende Franz-Josef Lennertz, nachdem er sich bei Brigitte Hocks für deren ausführliche Präsentation bedankt hatte. Der Beirat könne dabei sicherlich zur Konkretisierung des Vorhabens für den Kreis Heinsberg beitragen.

Weitere Informationen zum Gesamtprojekt sowie über einzelne Veranstaltungen finden sich auf einer eigenen Internetseite: http://www.generation-jugend.de .
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