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„Dialog - Skulpturale Positionen”: Vier Künstler zeigen ihre Werke

Von: hewi
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Künstler aus dem Heinsberger
Künstler aus dem Heinsberger Partnerkreis Midlotian (Schottland) präsentierten im Rahmen einer Vernissage ihre Werke auf Hohenbusch. Foto: Koenigs

Erkelenz-Hetzerath. Im Herrenhaus von Haus Hohenbusch ist in den nächsten Wochen eine besondere Ausstellung zu besichtigen. Vier bekannte schottische Künstler stellen bis zum 2. Oktober Skulpturen aus, die neben der traditionellen auch neue künstlerische Ausdrucks- und Gestaltungsformen repräsentieren.

Unter dem Titel „Dialog - Skulpturale Positionen” konfrontieren Stuart Bennett, Gordon Munroe, Ewan Robertson und Bill Scott die Betrachter mit aktuellen Fragestellungen und Positionen dieser künstlerischen Disziplin. Die Künstler aus dem Distrikt Midlothian sind dem Kreis Heinsberg seit Jahren freundschaftlich verbunden, was zu einem regen Austausch geführt hat. Vor zwei Jahren waren drei Künstler aus dem Kreis mit ihren Arbeiten in Edinburgh vertreten.

Der Gegenbesuch ist hochkarätig. Drei der Künstler sind als Lehrer am Edinburgh College of Art, Bill Scott ist Präsident der Royal Scottish Academy.

Ihre Kunst ist durchaus auf den ersten Blick irritierend. Denn die Künstler setzen sich sowohl mit der eigenen Biografie, Raum und Zeit und der Reaktion auf die Realität auseinander.

Für einiges Schulterzucken sorgte zum Beispiel Bennetts Installation „Jig II”, die aus zwei Metallreifen auf einem Haufen Asche an der Wand des Raumes besteht. „Kann das weg oder ist das Kunst?”, mochte sich mancher Betrachter gefragt haben.

Doch lädt jedes Objekt zur individuellen Betrachtung ein, wie Kuratorin Regina van den Berg betonte. Es sei ein „erweiterter Skulpturenbegriff”, erklärte sie, der auch auf den Raum reagiere. So sei das modulare Objekt von Munroe und Robertson auf den Ausstellungsraum zugeschnitten und trete so mit diesem in einen Dialog. Durch die Ausstellung seien auch die Räume einem Wandel unterworfen, denn noch vor einigen Tagen waren sie Ort einer Hochzeitsfeier. Auch dies hebe die Ausstellung in ihrer vielseitigen Beschaffenheit hervor.

Neben Holz kommt vor allem Metall in verschiedenen Ausformungen und Größen zum Einsatz. Zu den raumfüllenden Arbeiten und kleineren Arbeiten in Holz kommen auch Reliefs.

Dass sich diese Ausstellung von anderen im Kreis abhebe, betonte auch Dr. Richard Nouvertné im Namen der Kunststiftung der Kreissparkasse. Der künstlerische Austausch mit dem schottischen Distrikt Midlothian habe gute Tradition, die künstlerische Begegnung zwischen den Schotten und Rheinländern sei sehr fruchtbar. Die Zielsetzung der Stiftung sei es, Kunst sichtbar und erlebbar zu machen. Dafür sei auch geplant, das Stiftungskapital von derzeit 1,85 Millionen auf 2,5 Millionen Euro zu erhöhen.

Dass die Kunst die Freundschaft zwischen dem Kreis Heinsberg und Midlothian bereichere, betonte Landrat Stephan Pusch. Er bekam von Bill Scott den „schottischen Oskar” überreicht. Die kleine Skulptur erinnerte tatsächlich durch seine Form an den begehrten Preis aus Hollywood.

Die Ausstellung „Dialog - Skulpturale Positionen” ist noch bis zum 2. Oktober im Herrenhaus auf Hohenbusch zu sehen. Sie ist jeweils samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
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