Kreis Heinsberg - Deutliches Zeichen für Toleranz und Offenheit

Deutliches Zeichen für Toleranz und Offenheit

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Kreis Heinsberg. Landrat Stephan Pusch hat die politische Bildungsoffensive gegen extreme Parteien, die vom Kreistag im vergangenen Jahr beschlossen wurde, als großen Erfolg bezeichnet.

„Die im Jahr 2010 vom Kreis Heinsberg umgesetzten Einzelmaßnahmen haben ein deutliches Zeichen für Toleranz und Offenheit gesetzt und mit dazu beigetragen, ein Abdriften in extremistische Anschauungen und Aktivitäten vorzubeugen”, so Pusch.

Wo ist die Grenze?

Umfassend und vielfältig sind die Maßnahmen, die im Rahmen der politischen Bildungsoffensive umgesetzt wurden. So baute die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises im Rahmen ihres Weiterbildungsprogramms Angebote, die sich gegen extremistisches Gedankengut richten, weiter aus. „Wann beginnt Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit?”, „Antisemitismus von der Judenverfolgung zum Holocaust bis heute” oder „Jugend und Frauen in der NS-Zeit” lauteten einige der Themen. Außerdem wurden im Rahmen von VHS-Studienfahrten die Synagoge in Aachen und die Moschee in Hückelhoven besucht.

Das Kreismuseum zeigte in Kooperation mit der Volkshochschule eine Wanderausstellung mit dem Titel „Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen”. Diese Wanderausstellung wurde von rund 500 Besuchern, darunter mehrere Schulklassen, aufgesucht. Ebenfalls im Rahmen einer Kooperation zwischen VHS und Museum referierte Dr. Thomas Pfeifer vom Verfassungsschutz NRW im Rahmen einer Vortragsveranstaltung zum Thema „Erlebniswelt Rechtsextremismus”. Die Schrift „Nationalsozialismus im Kreis Heinsberg” wurde von den Autoren Willi Frenken, Leo Gillessen und Richard Jochims grundlegend überarbeitet und mit einer Auflage von 1000 Exemplaren neu herausgegeben.

Der Landrat bewertete es als besonders erfreulich, dass sich auch die niederländisch-deutsche Arbeitsgruppe Bildung der Arbeitsgemeinschaft Grenzland an der Bildungsoffensive beteiligt habe. Eine Gruppe von Geschichtslehrern aus Deutschland und den Niederlanden führte eine Exkursion zur ehemaligen Ordensburg Vogelsang durch.

Die Einzelförderung von Schulprojekten und Schulfahrten war in 2010 ein Schwerpunkt der Bildungsoffensive. So gab es unter anderem themabezogene Projektwochen und Klassenfahrten. Insgesamt wurden 14 Maßnahmen von Schulen unterschiedlicher Schulformen finanziell gefördert. Auch das Jugendamt des Kreises beteiligte sich durch eine Multiplikatorenschulung an der Bildungsoffensive. „Erfreulich ist nach Einschätzung des Landrates, „dass das vom Kreistag im Haushalt 2010 zur Verfügung gestellte Gesamtbudget in Höhe von 25000 Euro für ausgesprochen sinnvolle Aktivitäten im Kreis Heinsberg vollständig ausgeschöpft wurde”.

Schulen, Institutionen oder Vereinigungen, die beabsichtigen, sich im kommenden Jahr an der Bildungsoffensive zu beteiligen, können sich beim Amt für Schule, Kultur und Weiterbildung des Kreises Heinsberg, 02452/134009, über entsprechende Fördermöglichkeiten informieren.
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