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„Der Selfkant”: Auch das Gewerbe dokumentiert den Zusammenhalt

Von: disch
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Im Forum des Gangelter Rathauses: Bürgermeister Bernhard Tholen hieß im Namen der Lokalen Aktionsgruppe „Der Selfkant” am Sonntagmorgen weit über 100 Unternehmer zum Empfang willkommen. Foto: Hamacher

Gangelt. Das Zusammenwachsen der drei Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht in der Region „Der Selfkant” hat auch das Gewerbe längst erfasst. Dies wurde am Sonntagvormittag bei einem Empfang im Rathaus von Gangelt eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Der Aktionskreis Birgden, der Gewerbeverband Selfkant, die Gewerbegemeinschaft Gangelt und die Gewerbegemeinschaft Waldfeucht hatten gemeinsam mit der Lokalen Aktionsgruppe „Der Selfkant” zu der Veranstaltung im Forum eingeladen und so ihren Zusammenhalt dokumentiert. Darüber freute sich Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen - zugleich Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe - bei der Begrüßung der weit mehr als 100 Unternehmerinnen und Unternehmer.

„Der Selfkant” zähle zu den zehn Leader-Regionen in Nordrhein-Westfalen, die Mittel aus dem europäischen Fonds zur Verbesserung der ländlichen Struktur erhielten. „Wir sind eine starke Region. Darauf sind wir sehr stolz”, so Tholen, der betonte, es gehe bei der Arbeit in den sechs Handlungsfeldern darum, Ideen von unten nach oben zu entwickeln.

Tholen warb für die Aktion „Der Selfkant sucht die Superidee”. Bürger aus den drei Kommunen können bis Ende Februar gemeindeübergreifende, innovative und kreative Ideen, Projekte und Initiativen mit einem erkennbaren Nutzen für die Region „Der Selfkant” vorschlagen. Die von einer Jury ausgewählten besten Ideen werden mit Geldpreisen belohnt.

Herbert Corsten, Bürgermeister der Gemeinde Selfkant, stellte den Wunsch der drei Gemeinden heraus, sich gemeinsam zu präsentieren - auch in der Tageszeitung. Darin erkannte er Vorteile „für die Gewerbetreibenden, für die Bürger und für die Region”.

Für Johannes von Helden, den Bürgermeister der Gemeinde Waldfeucht, war der europäische Gedanke besonders wichtig. Es gehe darum, die Region gemeinsam und auf Augenhöhe mit Niederländern und Belgiern zu entwickeln. „Wir sind in Europa. Den Bretterzaun gibt es nicht mehr”, sagte er. „Der Selfkant” sei die Basis für die europäische Zusammenarbeit - in Euromosa, den Zusammenschluss mit Echt-Susteren (Niederlande) und Maaseik (Belgien).

Die drei Bürgermeister freuten sich, dass sie als Referenten des Tages den Chefredakteur von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten, Bernd Mathieu, Honorarprofessor an der Fachhochschule Aachen, beim Unternehmerempfang willkommen heißen durften.

Bernd Mathieu beleuchtete die Zukunft des Print. Mit 74 Prozent besitze das Medium Tageszeitung eine hohe Reichweite. Bei Umfragen nach der Glaubwürdigkeit von Medien, aber auch nach der Glaubwürdigkeit von Werbung erreiche die Tageszeitung die besten Werte. Der Chefredakteur ging auf die Entwicklung der Online-Angebote ein, verschwieg aber nicht die Krise mit einem drastisch zurückgegangenen Anzeigenaufkommen: „Das macht uns zu schaffen.” Andererseits gebe es aber erfreulicherweise stabile Auflagenzahlen.

Die Behauptung, junge Leute würden keine Zeitung lesen, sei unwahr, so Mathieu, der in diesem Zusammenhang nicht nur entsprechende Umfragewerte präsentierte, sondern auch auf Projekte wie Zeitung und Schule oder Kinder-Uni verwies. Zudem gelte: „Die meisten, die im Internet unterwegs sind, lesen auch Zeitung.” Fernsehen wie Zeitung seien zur Information über das tagesaktuelle Geschehen immer noch sehr gefragt - auch bei jungen Menschen.

Die Unternehmer nutzten den Empfang am Sonntag nicht nur zur Information, sondern auch zur Kommunikation. So wurde der Dialog nicht nur bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Sekt gesucht. Es wurde auch eifrig im Forum diskutiert. Dabei ging es nicht nur um das Thema Zeitung.

Angesprochen wurde unter anderem die Entwicklung des Einzelhandelsangebotes in den heimischen Gemeinden wie auch das Erschließen der niederländischen und belgischen Nachbarregionen in wirtschaftlicher Hinsicht - sei es nun, um Kunden zu gewinnen oder Aufträge zu erhalten.

Chefredakteur Bernd Mathieu kündigte an, dass für die Region „Der Selfkant” künftig ein zusätzliches journalistisches Angebot gestaltet werden solle, um das Zusammengehörigkeitsgefühl der drei Gemeinden zu stärken und in der Tageszeitung sichtbar zu machen. So solle es ab März Wechselseiten im Lokalteil speziell für die Region „Der Selfkant” geben mit Berichten, Umfragen, Porträts und vielem mehr. Auch an Beilagen zu Themenfeldern wie Tourismus, Wirtschaft oder Kultur werde gedacht.

Anzeigenleiter Christian Kretschmer skizzierte die Möglichkeiten für Gewerbetreibende, einzeln oder gemeinsam auf solchen Wechselseiten zu werben. Er unterstrich den hohen Aufmerksamkeitswert, den Beilagen besitzen würden, und zeigte die Möglichkeit auf, über den Reisemarkt in der Gesamtausgabe einige hunderttausend Leser zu erreichen.

Aber auch Anzeigen über die heimischen Gebiete hinaus - sei es nun grenzüberschreitend oder aber auch in Nachbarregionen auf deutscher Seite - könnten über den Zeitungsverlag Aachen geschaltet werden.
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