Heinsberg-Porselen - Der Schützengeist beseelt die Porselener Bruderschaft

Der Schützengeist beseelt die Porselener Bruderschaft

Von: anna
Letzte Aktualisierung:
Dass sich mit Holzschuhen nich
Dass sich mit Holzschuhen nicht nur zu Folkloremusik, sondern auch zu modernen Disco-Klängen prima tanzen lässt, bewies eine Tanzgruppe beim Heimatabend. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Porselen. „Zum Schützenfest” hieß der Titel des Gedichts von Winfried Bezold, mit dem Norbert Krichel, Präsident der St.-Rochus-Schützenbruderschaft in Porselen die Gäste zum Heimatabend im voll besetzten Festzelt hinter der Schule willkommen hieß. Diese Veranstaltung bildete den Auftakt im viertägigen Festprogramm anlässlich des 150-jährigen Bestehens der 1862 gegründeten Bruderschaft.

Nachdem die Glocken von St. Mariä Rosenkranz das Fest eingeläutet und die Schützen am Ehrenmal einen Kranz niedergelegt hatten, waren sie mit ihren Ehrengästen ins Festzelt eingezogen, allen voran als Schirmherr der Feierlichkeiten Bürgermeister a. D. Josef Offergeld. Als weitere Ehrengäste begrüßte Krichel unter anderem Heinzgerd Dewies, Bundesschützenmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften und den stellvertretenden Diözesanbundesmeister Herbert Knur.

Klemens Watermeyer leitete als Moderator des Abends über zu einer von Norbert Dismon zusammengestellten und auf eine Großleinwand projizierten Bilderschau zu 150 Jahren Geschichte von Porselen. Judith Brandt, Michelle Dismon, Jennifer Krichel, Jessica Schütz und Ulrike Wilms nahmen die Besucher durch ihre begleitenden Wortbeiträgen mit auf einen Rundgang durch die Historie des Ortes. Dabei erfuhren die Besucher so manch Interessantes, etwa, dass die Bruderschaft bereits kurz nach ihrer Gründung 60 Mitglieder hatte - heute sind es 140 - oder dass früher das Eis aus dem Weiher abgestochen wurde und dann bis zum Sommer zum Kühlen des Bieres in der Bierbrauerei Lieck diente.

„Was ist Schützengeist?”, lautete die Frage, mit der Josef Offergeld nach der Ehrung verdienter Schützen (Bericht folgt) seine Ansprache als Schirmherr überschrieben hatte. Schützengeist verlange Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit. Beides präge die St. Rochus Schützenbruderschaft, befand er und kam zum Ergebnis, „dass bei uns der richtige Schützengeist herrscht”. Die Grundlage dafür sah er in der optimalen Besetzung der Vorstandsämter. „Nur der ist offen für diese Welt, der in ihr seinen eigenen Ort, seine Heimat gefunden hat”, schloss der Schirmherr. „Und dieser Ort wird dann zur Heimat, indem wir Verantwortung für diesen Ort übernehmen und zwar da, wo wir zu Hause sind und auch mit dem, was uns Freude macht.”

Pfarrer Hans Schmitz griff als Präses der Bruderschaft diese Thematikauf. Dem Schützengeist müsse eine Kraft innewohnen, die tief gegründet sei. Der Glaube und das Miteinander der Menschen würden es ermöglichen, ihn über die Herausforderungen der Zeit hinweg zu leben, befand er.

Musikalisch engagierten sich auf der Bühne im Wechsel mit den Wortbeiträgen zunächst gemeinsam der Musikverein sowie das Trommler- und Pfeifercorps Dremmen. Der Porselener Kirchenchor, verstärkt durch Mitglieder des Dremmener Kirchenchores, entführte die Gäste unter Leitung von Jakob Ronkartz zunächst nach Amerika und sicherte sich mit einem „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier” begeisterten Beifall.

Dieser steigerte sich noch mit den Beiträgen des Musikvereins Horsts. Unter der Leitung von Ton Wilbers präsentierten die Musiker nach dem Florentiner Marsch einen Song der Pointer Sisters. Mit „My way” von Frank Sinatra gelang ihnen der musikalische Höhepunkt im Festzelt. Dazu trugen als Solisten Erik Schaffrath mit seinem Flügelhorn und Dr. Norbert Schippers mit seiner Posaune bei.

Dass sich auf Holzschuhen nicht nur Folklore darbieten lässt, sondern auch ganz moderne Disco-Klänge, bewies eine Tanzgruppe unter der Leitung von Yvonne Winkens.

Den kulturellen Abschluss bildete das „Heemetlied”, das der Kirchenchor gemeinsam mit den Gästen sang.Weiter ging es nebenan auf dem Festplatz mit einem Großen Zapfenstreich, an dem Musikverein sowie Trommler- und Pfeifercorps Dremmen ebenso beteiligt waren wie die Porselener Feuerwehr und die St.-Rochus-Schützenbruderschaft.

Krönender Schlusspunkt des Abends war ein anschließendes, rund 15 Minuten dauerndes Feuerwerk.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert