Kreis Heinsberg - Der Rettungsdienst wird ab Mai teurer

Der Rettungsdienst wird ab Mai teurer

Von: disch
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Seit Jahresbeginn ist der Rett
Seit Jahresbeginn ist der Rettungsdienst im Kreis Heinsberg kommunalisiert. Die Erhöhung des Gebührentarifs zum 1. Mai hat aber verschiedene Ursachen. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Die Gebühren für den Rettungsdienst im Kreis Heinsberg werden zum 1. Mai erhöht: So müssen für einen Notfalleinsatz künftig 387 Euro bezahlt werden - statt bisher 305 Euro.

Zusätzlich schlagen noch das Notarzteinsatzfahrzeug mit 243 Euro (bisher 185 Euro) und der Notarzt selbst mit 270 Euro (bisher 221 Euro) zu Buche. Unverändert bleibt die Gebühr für einen Krankentransport mit 174 Euro.

Einstimmig - bei ­einer Enthaltung der Freien Wähler - wurde diese Erhöhung vom Ausschuss für Gesundheit und Soziales sowie vom Kreisausschuss abgesegnet. Die Zustimmung des Kreistages gilt als Formsache.

Satzung seit 2008 in Kraft

Die derzeitige Gebührensatzung, die seit Beginn des Jahres 2008 in Kraft ist, „spiegelt die Kostensituation nicht mehr wider”, sagte Ralf Rademacher, Geschäftsführer der neuen Rettungsdienst Kreis Heinsberg gGmbH, im Ausschuss für Gesundheit und Soziales.

Lag der Kostenansatz für den Rettungsdienst im Kreis Heinsberg im Jahr 2008 noch bei 7,8 Millionen Euro, so betrug der Jahresabschluss 2010 bereits 9,2 Millionen Euro. Die Hochrechnung für das vergangene Jahr weist eine Summe von 9,8 Millionen Euro aus. Und die Planung für dieses Jahr geht von knapp elf Millionen Euro aus.

2011 auf Erhöhung verzichtet

Rademacher erläuterte die Ursachen für diese Kostensteigerungen: In den Jahren 2010 und 2011 sei die im Rettungsdienstbedarfsplan festgeschriebene Erhöhung der Vorhaltung in der Notfallrettung ursächlich gewesen. So stünden in Erkelenz und Wassenberg sowie im Selfkant zusätzliche Rettungswagen in einem Umfang von 464 Wochenstunden bereit. In Wassenberg und Saeffelen seien neue Rettungs­wachen geschaffen worden. Und die Fahrzeugflotte sei erneuert worden. Im Jahr 2011 sei auf eine Gebühren­erhöhung verzichtet worden, da die Kommunalisierung des Rettungsdienstes bevorgestanden habe.

Die Kostensteigerung in diesem Jahr beruhe auf gestiegenen Personalkosten, da die neue gemeinnützige Gesellschaft konsequent den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst anwende. Auch bei einer erneuten Ausschreibung der Dienstleistung - statt einer Kommunalisierung - wäre mit einer Kostensteigerung zu rechnen gewesen, sagte Rademacher, ohne deren Höhe allerdings beziffern zu können.

Mit den Krankenkassen, die ihre Zustimmung bereits erteilt hätten, sei ein zweistufiges Verfahren beschlossen worden, so Rademacher. Die Anpassung zum 1. Mai solle vermeiden, dass es zu einer Defizitanhäufung komme. Endgültig angepasst, also erneut erhöht werden sollen die Tarife zu Beginn des kommenden Jahres. Dann sollen der Jahresabschluss 2011 und erste Erfahrungen der neuen gGmbH, aber auch die jüngst beschlossene Tariferhöhung im öffentlichen Dienst und die anstehende Digitalfunk-Einführung in die Kostenbetrachtung einfließen.

Kreistagssitzung am Dienstag

Die nächste Kreistagssitzung findet am Dienstag, 24. April, 18 Uhr, im großen Sitzungssal des Kreishauses in Heinsberg an der Valkenburger Straße statt.

Auf der Tagesordnung steht dann unter anderem auch die endgültige Beschlussfassung über die Anpassung des Gebührentarifs für den Rettungsdienst im Kreis Heinsberg.

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