Der Naturpark geht mit seinem Pfund wuchern

Von: Helmut Wichlatz
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Veronika Maruhn stimmte die Be
Veronika Maruhn stimmte die Besucher auf das Naturparkfest vor historischer Kuluisse inTüschenbroich musikalisch gekonnt ein. Fotos (2):Koenigs Foto: Koenigs

Wegberg-Tüschenbroich. „Natur. Kultur. Genuss”. Unter diesem Motto stand am Sonntag das Naturparkfest, zu dem der Naturpark Schwalm-Nette am Sonntag in und an die Tüschenbroicher Mühle eingeladen hatte.

Die Besucher erwartete ein ebenso fantasievolles wie abwechslungsreiches Programm, das rund um den Schlossweiher zum Entdecken und Erleben einlud.

Der Vorsteher des Zweckverbandes Naturpark Schwalm-Nette, Peter Ottmann, hob zur Eröffnung des Festes die lange Geschichte des Wegberger Schlosses und vor allem der in Insel in der Mitte des Weiher hervor, die bis in das achte Jahrhundert zurückreicht.

Eine verzahnte Einheit

Die Bewohner des Naturparkgebietes hätten dazu beigetragen, das Angebot der Wasserwelten zu erweitern. 25 sogenannte Wasserblicke und neun Premiumwanderwege, Renaturierungen entlang der Schwalm wie in Wegberg sowie die Wanderausstellung „Feuchtlebenssräume” seien wichtige Beiträge, um den Menschen „die Schönheiten und Besonderheiten der Region ans Herz zu legen”.

Der Naturpark Schwalm-Nette umfasst neben den Kreisen Viersen und Heinsberg auch Teile von Mönchengladbach und Kleve, die Gesamtfläche beträgt rund 435 Quadratkilometer. Geschäftsführerin Christa Eicher sieht in der Event-Reihe ein Instrument, um den Verband und sein Angebot bekannt zu machen. Obwohl der Naturpark 1965 gegründet wurde, sei er den meisten Bürgern nicht bekannt.

„Das Naherholungsangebot ist sehr gut und wird auch gerne wahrgenommen”, betont Eicher. Vor allem im Ruhrgebiet und den Ballungsräumen schätze man die schnell erreichbaren Möglichkeiten”, betonte sie im Rahmen der Eröffnung des Naturparkfestes. Durch die Naturparkschau werde das Einzugsgebiet des Naturparks als eine verzahnte Einheit wahrgenommen. Die themenorientierte Veranstaltungsreihe, die im Oktober ihren Abschluss findet, hat insgesamt rund eine Million gekostet. Geld, das aus verschiedenen Töpfen stammt und nach Ansicht der Beteiligten gut angelegt ist. Die Erfolge des Engagements im Rahmen der „Wandervollen Wasserwelten” seien „messbar”, unterstrich Eicher. Auch die Besucherzahlen des Online-Angebotes weisen auf ein starkes Interesse an der Freizeitregion hin.

In Tüschenbroich konnten sich die Besucher auf einen Parcours um den Schlossweiher machen, wo an verschiedenen Stationen interessante Programmpunkte oder ungewöhnliche Installationen sie erwarteten.

Die großen Blumenskulpturen der „Denkwiese” hatte das Hückelhovener Gymnasium beigesteuert. Sie waren im Rahmen des schulischen Angebots bei einem Workshop mit der Künstlerin Alexandra Schütz entstanden. In Tüschenbroich zogen sie beim Rundgang die Blicke auf sich, weil sich gleich eine ganze Blumenwiese am Ufer angesiedelt hatte.

Die Angler ließen sich von den Besuchern nicht aus der Ruhe bringen und genossen das ideale Wetter ebenso wie die vielen Gäste, die ihnen dabei auf die Finger schauten. Den Besuchern schaute der Naturparkwichtel auf die Finger, der bunt kostümiert auch den Weg wies. Zum Beispiel zum nächsten Austragungsort des Stückes „Rumpelstilzchen” mit dem das Brüggener Niederrhein-Theater die Zuschauer auf den Rundweg schickte. Stilvolle Barockmusik präsentierte das Ensemble „Nel Dolce” auf dem Schlosshof. Wem danach war, der konnte aber auch in Ruhe seine Runden mit dem Kahn auf dem Weiher oder dem Schläger auf dem Minigolfplatz drehen.

Alte Olligsmühle

In der alten Olligsmühle, die seit 1643 zum Schloss gehörte, gab es Kunst und ein geschmackvoll restauriertes Gebäude zu sehen. Die Olligsmühle zählt zu den schönsten Schwalmmühlen, wenn man dem Informationsschild Glauben schenken will, das am Rundweg die Besucher aufklärte. Wo Historisches in der Luft liegt, darf der Historische Verein nicht fehlen.

Auf dem Schlosshof boten die Heimatforscher und Betreiber der Bücherei in Wegberg ausgewählte und teilweise wertvolle Veröffentlichungen zur Heimatforschung an. Beim Stand der Familie Brocker aus Tüschenbroich konnte sich der Besucher einen Überblick verschaffen, was „Einkaufen auf dem Bauernhof” bedeutet.
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