Kreis Heinsberg - Der Naturpark eröffnet einzigartige Wasserblicke

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Der Naturpark eröffnet einzigartige Wasserblicke

Von: disch
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Wasserblick Nummer 19: Naturpa
Wasserblick Nummer 19: Naturpark-Geschäftsführerin Christa Eicher freute sich über den Ausblick an der Molzmühle.

Kreis Heinsberg. 25 Standorte, an denen sich einzigartige Ausblicke auf die Wasserlandschaft bieten, hat der Naturpark Schwalm-Nette im Rahmen der Naturparkschau 2012 mit dem Titel „Wandervolle Wasserwelt” jetzt nachhaltig in den Blickpunkt gerückt. Am Mittwoch wurde das Projekt „Wasser.Blicke” an der Molzmühle in Wegberg der Öffentlichkeit vorgestellt.

Platten aus Edelstahl, mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern, sind stabil im Beton verankert worden. In der Mitte befindet sich ein Fußabdruck, so soll dem Beobachter die Blickrichtung vorgegeben werden. Auf dem Rand der Bodenplatte ist eine Mini-Information zu lesen, zum Beispiel: „Molzmühle - Korn- und Ölmühle von 1397 im Bruchwald von Schwalm und Mühlenbach”. Aber mit Hilfe moderner Handytechnik können wesentlich mehr Infos abgerufen werden.

Denn zu finden sind auf der Bodenplatte auch eine Telefonnummer (im deutschen Festnetz) zum Abrufen akustischer Informationen, eine Standortnummer als Durchwahl für die Telefonansage sowie ein QR-Code, der dazu dient, die Internetseiten zu den Wasserblicken aufzurufen. Michael Puschmann, der Koordinator der Naturparkschau, führte das „Hörerlebnis über Telefon” und den Web-Zugriff mit Hilfe des QR-­Codes am Mittwoch an der Molzmühle vor. Zu dem Projekt „Wasser.Blicke”, das umgesetzt wurde vom Essener Landschaftsarchitekturbüro Hoff, ist außerdem eine Broschüre mit Infos, Koordinaten und Wanderkarten erschienen, die unter Tel. 02162/81709408 kostenlos bestellt werden kann.

Vorschläge auch von Bürgern

Christa Eicher, die Geschäftsführerin des Naturparks, sagte, die ausgewählte Stelle an der Molzmühle sei - nicht nur wegen des Ausblicks - ein perfekter Standort für einen Wasserblick, der zum Dialog mit dem Thema Wasser einlade. Es gebe dort sehr viel Wissenswertes über ökologische Aspekte des Natur- und Wasserhaushaltes zu berichten. Ebenso interessant sei der kulturhistorische Hintergrund der Mühlennutzung.

Zudem sei dies ein Ausgangspunkt für wunderbare Wanderungen und Radtouren in die Wasserlandschaften des Naturparks. „Wer möchte, kann hier einfach nur in Ruhe die schöne Natur genießen und anschließend in die Molzmühle einkehren.” Mit Blick auf die Bruchwälder, welche die Schwalm und ihre Nebenbäche begleiten, erklärte Eicher: „Als Gewässerlandschaft sind diese naturnahen Feuchtlebensräume einmalig.” Zur Auswahl der Wasser­blicke, die verteilt sind vom Adolfosee im Süden bis zur Mündung der Nette in die Niers im Norden, hätten viele gute Vorschläge insbesondere auch von Bürgern beigetragen.

Der Wegberger Bürgermeister, Reinhold Pillich, freute sich über das gelungene Projekt, in dem er eine Aufwertung für die Stadt auch unter touristischen Aspekten erkannte. „Sanfter Tourismus ist ein sanfter Wirtschaftsfaktor geworden”, berichtete er von steigenden Übernachtungszahlen. Die sanfte Entwicklung der Umwelt mit dem Einklang zwischen Natur, Mensch und Umwelt passe in das von der Stadt Wegberg verfolgte Konzept einer naturnahen Erlebniserholung.

Am Sonntag, 5. August, ist mit dem Naturparkfest der nächste Höhepunkt der Naturparkschau „Wandervolle Wasserwelt” in Sicht. Dabei handelt es sich um ein Familienfest mit Kunst, Musik, Tanz und Theater rund um die Tüschenbroicher Mühle in Wegberg an der Gerderhahner Straße. Der Eintritt ist frei.

Der Verbandsvorsteher des Naturparks Schwalm-Nette, der Kreis Viersener Landrat Peter Ottmann, wird das Fest um 11 Uhr auf einer Bühne im Innenhof des Schlosses eröffnen.

Mit barocken Tüschenbroicher Schlossklängen wartet das Ensemble „Nel Dolce” am Schloss auf.

Die Besucher dieses Naturpark­festes, das bis 18 Uhr dauern wird, können entlang dreier Kultur-Pfade Musikgruppen, Ausstellungen und Inszenierungen erleben, so zum Beispiel das Märchen „Rumpelstilzchen” mit dem Niederrhein-Theater Brüggen an drei verschiedenen Spielorten.

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