Der Mittelstand will keine Subventionen

Von: hewi
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Die Besucher der Erkelenzer Baumesse suchten das Gespräch mit Fachleuten und informierten sich über unterschiedliche Problemlösungen. Foto: Koenigs

Erkelenz. Auf der 6. Erkelenzer Baumesse präsentierten sich am Wochenende in der Stadthalle unterschiedlichste Unternehmen aus der Baubranche. Neben Anbietern aus dem Erkelenzer Land waren auch Firmen aus der weiteren Region nach Erkelenz gekommen.

Organisator Markus Dannhauer sprach von einem „Quantensprung” für die Messe, denn mit 45 Ausstellern war die Zahl der teilnehmenden Unternehmen gegenüber dem Vorjahr wieder um neun gestiegen. So mussten einige der Teilnehmer schon vor die Türen der Halle ausweichen, wo sie Bedachungssysteme und Kamine vorstellten.

Zur Eröffnung der Messe war auch Innenminister Dr. Ingo Wolf nach Erkelenz gekommen. Wolf bezeichnete die Baumesse in Erkelenz als „brauchtumsmäßige Veranstaltung, denn beim zweiten Mal ist es Tradition, ab dem dritten Mal Brauchtum”. Er hob hervor, dass die Messe gerade dem Mittelstand eine Möglichkeit gebe, sich zu präsentieren.

Schließlich seien im Mittelstand rund 70 Prozent der Arbeitsplätze und 80 Prozent der Ausbildungsplätze in NRW angesiedelt. Daher sei man vom Mittelstand abhängig, der darüber hinaus auch Standorttreue beweise. „Bei den Großen weiß man nie, wie lange sie bleiben”, erklärte er. Darüber hinaus rufe der Mittelstand nicht nach Subventionen, sondern nach einer schnellen Zusammenarbeit mit den Ämtern und Behörden vor Ort.

Die Wirtschaftskrise habe der Mittelstand gut überstanden, und er werde auch dazu beitragen, dass NRW im Ländervergleich mit den Spitzenreitern Bayern und Baden-Württemberg gleichziehen könne.

Bürgermeister Peter Jansen betonte, dass Erkelenz schon angesichts seiner Neubaugebiete und der tagebaubedingten Umsiedlungen der ideale Standort für eine Baumesse sei. Allein das Baugebiet Oerather Mühlenfeld am Rande der Stadt biete Platz für rund 3500 Bewohner.

Das Angebot der Aussteller reichte von der kompletten Planung und Umsetzung von Bauvorhaben bis hin zur Gartengestaltung, Innenarchitektur und Badgestaltung. Ein weiteres wichtiges Thema war angesichts steigender Energiekosten auch die Heizung.

Eine derzeit attraktive Alternative zum Bauen wies Willi Klingen von der Vobaimmo, einem Unternehmen der Volksbank, auf. Derzeit, so betonte der Verwaltungswirt, seien viele günstige Immobilien auf dem Markt. Allein im Erkelenzer Raum betreut die Volksbank rund 70 Immobilien, die zum Verkauf stehen. Vielleicht auch eine für Familie Hermanns aus Erkelenz, die gekommen war, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Neubau oder kaufen war auch bei ihnen die Frage. Angesichts des vielfältigen Dienstleistungsangebotes auf der Messe keine leichte Entscheidung. „Wir stehen nur einmal vor dieser Entscheidung”, erklärte Sonja Hermanns, „daher lassen wir uns Zeit und setzen auf gute Beratung.”
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