Kreis Heinsberg - Der Heinsberger Tourist-Service ist „auf gutem Weg”

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Der Heinsberger Tourist-Service ist „auf gutem Weg”

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Für Kreisdirektor Peter Deckers, den Vorsitzenden vom Heinsberger Tourist-Service (HTS), steht fest: „Wir befinden uns auf einem guten Weg.” Und untermauert wird diese Einschätzung von Zahlen, die Geschäftsführerin Patricia Mees bei der Mitgliederversammlung des HTS im Übach-Palenberger Schloss Zweibrüggen präsentierte.

Beim Blick auf die touristische Entwicklung bilanzierte Mees auf Basis der Angaben von Information und Technik NRW, dass die Zahl der Gästeankünfte von 56.158 im Jahr 2000 auf 93.084 im Jahr 2010 gestiegen sei, die Zahl der Gästeübernachtungen im gleichen Zeitraum von 125.156 auf 202.886. Dies bedeutete einen Anstieg von jeweils über 60 Prozent.

Wobei der Zuwachs im vergangenen Jahr und auch im ersten Halbjahr 2011 nur noch bei 0,3 Prozent für die Zahl der Übernachtungen gelegen habe. Diese Stagnation räumte Mees ein, wies aber darauf hin, dass für den Kreis Heinsberg in den vorangegangenen Jahren noch Pluszahlen verzeichnet worden seien, während die Werte anderer Kreise da eher von Rezession geprägt gewesen seien.

Unter dem Strich blieb festzustellen, dass die ohnehin kurze Aufenthaltsdauer der Gäste im Kreis Heinsberg noch leicht gesunken ist: von 2,23 auf 2,18 Tage.

Leise Zweifel an der Aussagekraft der Zahlen von IT NRW meldete Mees allerdings auch an, gebe es doch einerseits eine „Grauzone”, da Betriebe erst ab neun Betten erfasst würden und Ferienwohnungen deshalb unberücksichtigt blieben. Zudem habe es Meldungen von Betrieben gegeben, die überhaupt keinen Erhebungsbogen erhalten hätten.

Für den Bereich des Tagestourismus nannte die HTS-Geschäftsführerin hochgerechnete Zahlen von über zwei Millionen Tagestouristen im Jahr 2000 und deutlich über vier Millionen im Jahr 2010.

Die wirtschaftliche Bedeutung von Übernachtungs- und Tagestourismus für den Kreis Heinsberg machte Mees an der Wertschöpfung aus direkten und indirekten Umsätzen deutlich, die sie insgesamt mit 104 Millionen D-Mark im Jahr 2000 und mit 129,2 Millionen Euro im Jahr 2010 bezifferte.

Viele Zahlen prägten auch den Bericht von Hans-Josef Mertens, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Heinsberg und Schatzmeister beim HTS. Das Geschäftsjahr 2010 sei für den über 150 Mitglieder zählenden HTS „insgesamt positiv” verlaufen, sagte er. Die Ertragslage könne als verhältnismäßig gut bezeichnet werden, doch letztlich seien die Aufwendungen erneut stärker gestiegen als die Erlöse.

So lag das ordentliche Ergebnis leicht unter dem des Vorjahres. Es ging von minus 163 400 Euro auf minus 169 400 Euro zurück. Da sich der HTS weiterhin in keiner kosten­deckenden Erlössituation befindet (womit laut Mertens eigentlich auch nie zu rechnen sei), wurden Zuschüsse des Kreises Heinsberg in Höhe von 179.400 Euro zum Ausgleich des operativen Verlustes eingesetzt und für eine Zuführung zu den zweckgebundenen Rücklagen in Höhe von 10.000 Euro genutzt.

„Der Heinsberger Tourist-Service ist weiterhin gut positioniert und erfüllt die Aufgabe der aktiven Unterstützung des Tourismus im Kreis Heinsberg”, so die Einschätzung von Mertens, der aber gleichzeitig mahnte: „Für die Zukunft gilt es, die Ertragssteigerung zu verstetigen und gleichzeitig die ­Kostenentwicklung im Auge zu behalten.”

HTS zu Gast in einer „wunderschönen Stadt”

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch hieß die HTS-Versammlungsteilnehmer im Schloss Zweibrüggen, „in der guten Stube der Stadt Übach-Palenberg”, willkommen.

Nicht nur das im Besitz der Stadt befindliche Schloss präsentierte er voller Stolz, sondern auch anderes Sehenswertes erwähnte er; zum Beispiel das Naherholungsgebiet Wurmtal mit Mehrgenerationenspielplatz und rekonstruiertem römischem Badehaus oder die Scherpenseeler Heide. „Eine wunderschöne Stadt”, machte Jungnitsch den Gästen den Mund wässrig.

Westblicke-Gästeführerin Berti Davids-Heinrichs stellte Interessierten Schloss Zweibrüggen, Wassermühle und Klangbrücke vor.

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