Heinsberg - Der Buure Maat zieht Scharen an

Der Buure Maat zieht Scharen an

Von: defi
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Hoch zu Ross auf ihren Shire H
Hoch zu Ross auf ihren Shire Horses mit der Standarte des G&V begleiteten Klaus und Susanne Krenkers die Eröffnung des zweiten Heinsberger Buure Maats. Fotos (3): defi Foto: defi

Heinsberg. „Vermutlich ist es meine kleine Geflügelzucht im Propsteigarten, die Herrn Kleinen auf die Idee gebracht hat, mich als Schirmherrn für den diesjährigen Buure Maat hier in Heinsberg anzufragen”, scherzte Propst Markus Bruns in seiner Ansprache zur Eröffnung des zweiten Heinsberger Buure Maats.

Der erfuhr nach der erfolgreicher Premiere 2007 am Wochenende eine ebenso erfolgreiche Neuauflage.

Vor allem am zweiten Veranstaltungstag in Verbindung mit dem verkaufsoffenen Sonntag zog Heinsberg Besucher aus nah und fern an.

Detlef Chudziak, Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins Heinsberg: „Zum Buure Maat haben wir ein umfangreiches Teilnehmeraufkommen in der Stadt, von A wie Auenhof, der seine Duroc- Schweine präsentiert, bis Z wie Zaunbrecher, die wieder einmal dabei sind und ihre bekannten Leckereien anbieten.” Man habe, so Chudziak, ein breites Spektrum an Händlern für Heinsberg gewinnen können, vom Imker bis zum Pferdezüchter und vom Milchbauern bis zum Agrarhandel.

Stefan Emunds, Geschäftsführer der Heinsberg Card, dankte besonders dem Hauptorganisator des Buure Maats, Günter Kleinen. Echtes Männerspielzeug präsentierte der Sponsor des Buure Maats, Hans-Peter Clev vom Landmaschinenhandel Pechtheyden aus Rath-Anhoven. Der Heinsberger Marktplatz war fast etwas zu klein für den Weltmeistermähdrescher. Das 600 PS starke, mit einem 9,15 Meter breiten Schneidwerk ausgestattete Erntefahrzeug schafft es, in einer Stunde 78 Tonnen Getreide einzufahren, das ist Weltrekord. Auf dem Buure Maat in Heinsberg durfte jeder mal den Weltrekordler anfassen. „Boah, Papa guckt mal!”, staunte da so mancher Knirps.

„Boah lecker” gab es an vielen Ständen des Buure Maats, der sich durch die ganze City erstreckte, zu probieren und zu kaufen. Bernhard Conzen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft: „Die Qualität hochwertiger, ortsnah produzierter Lebensmittel ist hier an vielen Ständen zu erleben.” Die Damen des Rheinischen Land-Frauenverbands um ihre Vorsitzende Brigitte Mertens boten an ihrem Stand kleine, gesunde Snacks an, rohes Gemüse in appetitliche kleine Stückchen geschnitten. Brigitte Mertens: „Wer da erst mal auf den Geschmack gekommen ist, der lässt auch mal die Chips stehen.”

Den Geschmack bringt die Frische, ein regionales Produkt, reif geerntet, zieht jeder, der es einmal probiert hat, der Importware vor. Nach dem Motto „Lebensmittel mit allen Sinnen genießen” hatten die Landfrauen einen kleinen Parcours eingerichtet, der den Besuchern die Möglichkeit gab, Lebensmittel über den Geschmacks-, Tast- und Geruchssinn neu zu erleben. Senf einmal anders als nur scharf erleben konnte man am Stand der Erkelenzer Senfmühle Terhorst. Dauerbrenner, nicht wegen der Schärfe, ist der süß-scharfe Senf. Dorothee Terhorst: „ Wir vermahlen unseren Senf kalt, das ergibt eine natürliche Schärfe, etwa eine Qualität wie kalt gepresstes Olivenöl.”

„Wo man sich die Hacken für abläuft und doch nirgendwo bekommt”, auch das war auf dem Heinsberger Buure Maat zu finden. Beispiel die Tonka-Bohne am Stand von Inge Weyers. Gut 300 verschiedene Kräuter- und Kräutermischungen und dazu selbst gemachte Marmeladen gehören zu ihrem Sortiment, eine Vielfalt, die sonst kaum zu finden ist. Die Tonka-Bohne wird auf der Muskatreibe zerrieben und wurde früher und wird heute wieder für Süßspeisen verwendet, schmeckt ein wenig nach Amaretto, nur ohne Alkohol. Topinambur, rote Möhren und runde Zucchini und alles in Bioqualität waren am Stand Hildes Grünzeug zu finden.

Hildegard Volles aus Geilenkirchen war auch schon beim Heinsberg Buure Maat 2007 dabei gewesen. Und sie erlebte 2011, was ihr ihre Kunden auch schon vor vier Jahren sagten, eine Kundin: Kommen Sie doch bitte auf unseren Heinsberger Wochenmarkt.”

Ein Highlight des Buure Maats war der Auftritt der Eicherfreunde Wassenberg mit ihren Treckern. Die Oldtimer der Traditionsmarke auf dem Marktplatz zahlreich präsentiert, zogen die Blicke der kleinen und großen Treckerfans auf sich. Auf dem Rathausvorplatz konnten die kleinen Besucher ihren „Treckerführerschein” machen. Auf einem Parcours für Gokarts und Mini-Trecker drehte der Nachwuchs seine Runden und wurde mit einem Führerschein belohnt.

Organisator Günter Kleinen zog am Sonntag ein positives Resümee: „ Wir haben hier den Boden bereitet für eine Veranstaltung, die zur Tradition werden kann.”
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