Der Burgberg wird zu einem Erlebnisraum

Von: Willi Erdweg
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Hatten ihren Spaß bei der Eröffnung: Gerd Hachen, MdL, Minister Lutz Lienenkämper, Ruth Seidl und Ulla Meurer, beide MdL, Bürgermeister Manfred Winkens (von links). Foto: W. Erdweg

Wassenberg. Lutz Lienenkämper. Minister für Bauen und Verkehr des Landes-Nordrhein-Westfalen, griff in seiner Lobeshymne ziemlich hoch. Auf dem Wassenberger Burgberg-Plateau, am Fuße des turmgekrönten Bergkegels stehend, meinte er: „Das ist ein ganz herausragendes Ambiente. So häufig haben wir das nicht in NRW.”

Der Minister eröffnete an diesem sonnigen Nachmittag vor zahlreichen Ehrengästen, darunter der Landrat und fast alle Bürgermeister des Kreises, offiziell den 1. Bauabschnitt der Wassenberger Stadtkernsanierung, nämlich die Neugestaltung des Burgbergs. „Nehmen Sie den Burgberg in Beschlag, es ist eine tolle Lokalität”, rief er dem Publikum zu, das sich im Bereich des sogenannten Heckentheaters versammelt hatte, einer vielfach nutzbaren, ebenen Veranstaltungsfläche, wo demnächst auch die Zelte des Mittelaltermarktes sich ausbreiten werden.

Es gehört nicht viel Phantasie dazu sich vorzustellen, dass Konzerte, Märkte und andere Ereignisse hier eine ideale Kulisse finden werden. Denn Landschaft wird hier, nicht anders als in Zeiten des barocken Schlossgartens oder des englischen Landschaftsparks, optisch inszeniert als ein, wie es heute heißt, Erlebnisraum.

Minister Lienenkämper lobte in dem Zusammenhang die „kluge Planung”, die die Sichtbeziehungen zwischen der Innenstadt und dem Burgberg enorm verbessert, ja teilweise Sichtachsen erst geschaffen habe: „In Wassenberg wurde ein Stück Heimat gestaltet. Dazu gratuliere ich.”

Bürgermeister Manfred Winkens hatte eingangs die Gäste begrüßt und einen Rückblick auf die Geschichte der Sanierung gegeben. Angelegt wurden Wege, Treppen, Plätze. Hecken wurden gepflanzt. Der graue Stein der Treppen, die feine rote Asche der Wege bieten dem Auge angenehme Farbtöne. Im zarten Grün des bevorstehenden Monats Mai macht sich die neue Anlage besonders gut.

Kein Wunder, dass Bürger und Gäste sehr angetan sind. „Der Besucherstrom ist stark gestiegen”, berichtete der Bürgermeister. Er dankte besonders dem Landesministerium, ohne dessen finanzielle Mittel dies alles nicht möglich gewesen wäre, dem Planungsbüro Meyer-Brandis aus Aachen, der ausführenden Heins-berger Firma Frauenrath, der West-Energie und Verkehr, dem Wassenberger Stadtbetrieb und Stadtplaner Jens Beeck.

Der nächste Abschnitt der Stadtkernsansierung betrifft die Parkanlagen bis zum Gondelweiher und die Graf-Gerhard-Straße. Daneben möchte die Stadt den historischen Bergfried sanieren. Er kann bestiegen werden, ist aber im Innern kahl und leer und wartet sozusagen darauf, aus dem Dornröschenschlaf geweckt zu werden.

B 221-Streit soll nicht angeheizt werden

Am Rande der Veranstaltung fragte unsere Zeitung den Landesverkehrsminister nach der Trasse für die Ortsumgehung Unterbruch, B 221n. Ob es nicht eine Alternative zu der das Rurtal arg beschädigenden „Bürgermeistertrasse” gebe. Lienenkämper hielt sich zurück: „Wir heizen den Streit nicht an.” Am Vortag hatte es dazu ein Gespräch unserer Zeitung mit dem Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar gegeben. Dieser sagte, er könne öffentlich im laufenden Verfahren nicht Stellung nehmen.

Grundsätzlich sei aber nicht auszuschließen, dass noch einmal geprüft werde, „ob sich nicht eine andere Lösung aufdrängt.”
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