„Demokratie stärken”: Ausstellung ab 14. April im Kreimuseum

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Kreis Heinsberg. Die Ausstellung „Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen” widmet sich dem Einsatz gegen Rassismus und Gewalt.

„Rechtsextreme kommen immer dann in die Schlagzeilen, wenn sie Gewalttaten verüben. Die bekannten Straf- und Gewalttaten der rechten Szene sind nur die Spitze des Eisbergs. Rechtsextremismus ist vielerorts in Nordrhein-Westfalen kein Randphänomen mehr. Wahlerfolge rechtsextremer Parteien bei Kommunal- und Landtagswahlen, das Bemühen Rechtsextremer, ihre menschenverachtende Ideologie an Jugendliche heranzutragen und diese für die Szene zu gewinnen, und die Akzeptanz rechtsextremen Gedankenguts in weiten Teilen der Bevölkerung machen deutlich, dass Rechtsextremismus ein vielschichtiges und ernstzunehmendes Problem unserer Gesellschaft ist.”

So heißt es in einer Ankündigung des Kreises Heinsberg für eine Ausstellung im Kreismuseum. Der Kreistag hatte im Jahr 2009 eine Bildungsoffensive gegen extremistische Gruppierungen beschlossen. Im Rahmen der umfangreichen bildungspolitischen Veranstaltungen zeigt das Kreismuseum in Heinsberg an der Hochstraße vom 14. April bis 16. Mai eine Ausstellung des Forums Jugend und Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel „Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen”. Zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 13. April, um 19.30 Uhr werden Landrat Stephan Pusch sowie Christopher Unger vom Forum Jugend und Politik sprechen.

Die speziell für Jugendliche gestaltete Ausstellung weist mit 15 Ausstellungstafeln auf die Gefahren hin, die vom Rechtsextremismus für Demokratie und Menschenrechte ausgehen, und informiert über die verschiedenen Facetten des Rechtsextremismus mit speziellem Fokus auf Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen. Es werden mögliche Gründe für und die Ausprägungen von rechtsextremen Einstellungen und Weltbildern dargestellt und aufgezeigt, welche Formen rechtsextremes Verhalten annehmen kann.

Dabei wird der Bogen von rechtsextremen Einstellungen über das Engagement in rechtsextremen Organisationen und Parteien bis hin zur rechtsextrem motivierten Straftat geschlagen. Ein besonderer Fokus der Ausstellung liegt darauf, aufzuzeigen, wie man sich gegen Rassismus und Gewalt und für Demokratie und Menschlichkeit einsetzen kann. Die Ausstellung soll gegen eine Normalisierung rechter Einstellungen und Übergriffe in der Nachbarschaft wirken und zu Zivilcourage ermuntern.

Die Ausstellung ist geeignet für Einzelbesucher, Schulklassen und Gruppen ab dem Alter von 14 Jahren. Zur Ausstellung gibt es eine kostenlose Broschüre und pädagogisches Begleitmaterial.

Die Öffnungszeiten sind samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18Uhr sowie für Schulklassen und Gruppen nach Vereinbarung.
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