Dehoga fordert für Gastronomie und Hotel reduzierte Mehrwertsteuer

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Meinungsaustausch: Mitglieder des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes mit dem Dehoga-Kreisvorsitzenden Wolfgang Wahl (3.v.l.) trafen sich mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Leo Dautzenberg (2.v.l.).

Kreis Heinsberg. Der Bundestagsabgeordnete Leo Dautzenberg aus Heinsberg, Obmann für die CDU/CSU-Fraktion im Finanzausschuss des Parlaments, hat mit den Mitgliedern des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) aus dem Kreis Heinsberg diskutiert.

„Insbesondere das Thema sieben Prozent für das Gastgewerbe, wir fordern den reduzierten Mehrwertsteuersatz, statt 19 Prozent sieben Prozent für Gastronomie und Hotellerie, ist für uns wegen der Nähe zu den Niederlanden, deren Gastronomen mit sechs Prozent arbeiten, wichtig”, erklärte der Dehoga-Kreisvorsitzende, Wolfgang Wahl.

Leo Dautzenberg, der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Heinsberg, tat sich mit einer Zusage etwas schwer: „Ich halte die Forderung für prüfenswert, eine kurzfristige Umsetzung allerdings sehe ich nicht als realistisch an.”

Dautzenberg führte aus, dass nach seiner Ansicht in der nächsten Legislaturperiode die ermäßigten Steuersätze im Mehrwertsteuersystem auf den Prüfstand sollten, um die zahlreichen Ungereimtheiten, Ausnahmen und unlogischen Steuersätze zu beseitigen (Kaffeebohnen und Kaffeepulver sieben Prozent, Cappuccino und Espresso 19 Prozent).

„Das ist eine lohnenswerte Mammutaufgabe”, so Dehoga-Kreisvorsitzender Wolfgang Wahl. „Wir sehen allerdings nicht ein, wieso die Kollegen in Frankreich mit 5,5 Prozent seit 1.Juli arbeiten dürfen und wir nicht, weil die EU diese Möglichkeit gerade für das Gastgewerbe mit Zustimmung des deutschen Finanzministers gebilligt hat.”

Bezüglich der Mini-Jobs und der steuerfreien Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit waren sich Dautzenberg und die Verbandsmitglieder einig, diese dürften nicht verändert werden, da gerade Mini-Jobs für die Flexibilität des Gastgewerbes dringend erforderlich seien. „Kein Gastronom kann auf diese flexiblen Mini-Jobber verzichten”, so Wolfgang Wahl, „denn niemand kann die Wetterlage hundertprozentig voraussagen und nicht benötigtes Personal vorhalten.”
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