Das Sportabzeichen in den Ferien machen: „Volle Pulle!”

Von: Anne Grein
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Bürgermeister Bernd Jansen (h
Bürgermeister Bernd Jansen (hinten, 3.v.l.) besucht die Kinder bei den Ferienspielen des LAV. Manuela Höfer (2.v.l.) leitet die Ferienspiele zusammen mit Joachim Sieber (1.v.l.) und Alexandra Reinfelder (4.v.l.). Foto: grei

Hückelhoven. Laute Rufe schallen vom Glück-Auf-Stadion hinüber. Je näher man kommt, desto besser versteht man, was dort so lautstark veranstaltet wird: „Komm, schneller, volle Pulle, gib Gas!”, so klingt das, wenn Alexandra Reinfelder ihre Schützlinge bei den Ferienspielen anfeuert.

Schließlich will sie, dass alle ihr Sportabzeichen bestehen. Das wird traditionell bei den Ferienspielen des Leichtathletikvereins (LAV) Hückelhoven abgenommen.

Gerade sprinten die Kinder, und Joachim Sieber, Sportabzeichenwart des Hückelhovener Stadtsportverbandes, stoppt die Zeiten. Die Sechs- bis Zwölfjährigen laufen die 50 Meter zu zweit. „Das spornt die Kinder an”, sagt Joachim Sieber, der schon oft ehrenamtlich bei der Abnahme des Sportabzeichens geholfen hat.

Zuerst sind Mats und Finn an der Reihe. Der sechsjährige Finn legt einen super Start hin. „Kommt, gebt alles!”, ruft Alexandra Reinfelder, die mit den Kindern auch für das Sportabzeichen geübt hat, von der Zielgeraden. Finn gewinnt am Ende das Rennen. Und sagt zu Mats: „Dafür kannst du viel besser lange Strecken laufen als ich.” Jetzt strahlt Finn schon wieder und ergänzt, dass sie für das Abzeichen ja gleich auch noch einen Langstreckenlauf über 800 Meter laufen müssten.

Sprint, Langstreckenlauf, Werfen, Weitsprung und Schwimmen: Das sind die Disziplinen, die in diesen Tagen im Glück-Auf-Stadion getestet werden. Während der gesamten zwei Wochen ging es für die 20 Kinder, die in diesem Jahr bei den Ferienspielen des LAV Hückelhoven mitgemacht haben, sportlich zu. Auch wenn es für Organisatorin Manuela Höfer „die falschen zwei Wochen” waren, zumindest was das Wetter angeht. Aber die 51-Jährige sieht das Ganze optimistisch: „Dieses Jahr sind viele fußballverrückte Jungs dabei, die gehen auch bei Nieselregen auf den Rasen.” Und für die anderen Kinder habe es viele Spiele in der großen Turnhalle gegeben. „Wirklich toll, dass wir diese Halle jedes Jahr für die Ferienspiele nutzen können”, sagt Höfer.

Schon zum vierten Mal finden die Ferienspiele unter ihrer Leitung statt. „Es macht mir einfach Spaß”, sagt sie. Mittlerweile laufen die letzten beiden Mädchen gegeneinander: Mara, elf Jahre, und die sechsjährige Fiona. Schnell ist klar, dass Mara das Rennen gewinnt. Sie freut sich, bleibt aber fair: „Ich habe ja viel längere Beine, das war schon ein bisschen unfair.”

Auch Bürgermeister Bernd Jansen feuert die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an. „Schon toll, dass es sowas für Kinder hier in Hückelhoven gibt und vor allen Dingen, dass es auch Ehrenamtliche gibt, die so etwas organisieren. Die Angebote hier in Hückelhoven reichen ja von Sport bis hin zu etwas Kreativem.”

Es sei wichtig, gerade die motorischen Fähigkeiten zu fördern und den Kindern Freizeitangebote abseits von Fernseher und Computer zu vermitteln. Jansen hat auch eine kleine Spende im Gepäck: „Für ein Eis für die Kinder”, sagt er zu Organisatorin Manuela Höfer. Neben dem täglichen Frühstück und frisch zubereitetem Mittagessen wird es heute Abend dann wohl auch ein Eis für die sportlichen Kinder geben.

Die bereiten sich derweil auf den Weitsprung vor. Vorher klatscht Alexandra Reinfelder aber noch jeden ab. Begeistert von den Ferienspielen sind alle Kinder. Fiona meint: „Es ist schön, weil man hier spielen und neue Freunde finden kann.” Die neunjährige Melisa mag besonders das große Sportangebot. Ihr Lieblingsspiel? „Brennball!”

Für das Sportabzeichen sieht es schon ganz gut aus. „Wahrscheinlich werden fast alle Kinder ihre Urkunde und den Anstecker erhalten”, sagt Alexandra Reinfelder und lächelt stolz. Und für die Kinder gibt es dafür von ihr natürlich auch viel Lob.
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