Das Klimakreuz will mahnen und bewahren

Von: bast
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Auf die Zuhörer und die Besucher auf dem Johannismarkt in Erkelenz wartete ein umfangreiches Informationsangebot am ersten ökumenischen Schöpfungstag. Foto: Strickstrock

Kreis Heinsberg. Vor 21 Jahren schlug der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Dimitros I. vor, einmal im Jahr gemeinsam zum Schöpfer der Welt zu beten für die geschaffene Welt und ihren Schutz. In den Jahren danach wurde dieser Vorschlag nach und nach von den verschiedenen Christen aufgegriffen.

Es gab Konzile für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Arbeitsgemeinschaften, Chartas und Versammlungen und zuletzt rief Landesbischof Friedrich Weber im Mai 2010 in München feierlich einen Tag der Schöpfung aus.

Nun luden das Bistum Aachen und der Evangelische Kirchenkreis Jülich zum ersten Ökumenischen Schöpfungstag nach Erkelenz ein. Er sollte im Zeichen der gemeinsamen Verantwortung für Klima und Umwelt stehen und auch aufzeigen, was kirchliche Initiativen und Einzelne für Umwelt und Naturschutz tun können. Unübersehbar ist, dass der Klimawandel immer konkreter wird.

Auf dem Johannismarkt und in der Pfarrkirche wurde ein vielseitiges Programm angeboten mit geistlichen Impulsen, Workshops zu Umwelt- und Eine-Welt-Fragen und vielen Infos an den aufgebauten Ständen und Zelten vom Kindermissionswerk, Misereor, zum Fairen Handel, einem Kolumbien-Mobil und Ausstellung des Klimakreuzes, das sich als Symbol für Heimat und Klimaschutz in Jülich befindet.

Zu einer Kundgebung, den der Posaunenchor Hückelhoven unter der Leitung von Birgit Engelmann musikalisch umrahmte, fanden sich Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, Superintendent Jens Sannig, die Grüne-Landtagsabgeordnete Dr. Ruth Seidl und Dr.Ralf Welter vom Diözesanverband der KAB Aachen auf einer Bühne zu Statements ein, die vom Abteilungsleiter Pastoral, Schule, Bildung für Grundfragen und Aufgaben im Aachener Generalvikariat Dr. Manfred Körber moderiert wurde.

Während Jens Sannig eine Reihe von bereits tatkräftig zum Schutz des Klimas umgesetzte Aktivitäten im Kirchenkreis aufzählen konnte und das Nein zu Garzweiler II bekräftigte, das nach wie vor gelte, musste der Weihbischof zugeben, dass man auf katholischer Seite mit konkreten Ergebnissen noch nicht aufwarten könne. Beide betonten aber den Auftrag an die Christen, Gottes Schöpfung zu bewahren. Dr. Ruth Seidl forderte mehr Nachhaltigkeit in ethischen Fragen und eine gerecht gestaltete Globalisierung. Pastor Werner Rombach und Pfarrer Günter Wild sprachen zum Schluss der Kundgebung Segensworte und in der Kirche führte ein Chor aus Aachen-Eilendorf das Musical „Der Beginn” auf.

Dr. Körber meinte zum Schluss der Veranstaltung ein wenig bedauernd, dass man sich mehr Besucher gewünscht hätte. Vielleicht war aber besonders der Zeitpunkt der Kundgebung an einem Samstag um 14 Uhr nicht gerade am geeignetsten.
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