Kreis Heinsberg - Das große Ziel: Nicht mehr zocken

Das große Ziel: Nicht mehr zocken

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Kreis Heinsberg. Ihr einjähriges Bestehen feiert die Selbsthilfegruppe Spielsucht Heinsberg.

Alexander Z., Initiator der Selbsthilfegruppe Spielsucht Heinsberg: „Da es im Kreis Heinsberg keine Selbsthilfegruppe für glücksspielsüchtige Menschen gab, habe ich mich vor einem Jahr an das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg gewandt. Mit Unterstützung des SFZ war es mir möglich, die Selbsthilfegruppe zu gründen. Am Anfang kam nur ein abhängiger Spieler zum Meeting. Mir war bewusst, dass es eine gewisse Zeit dauern würde, bis Spielsüchtige den Mut haben, Kontakt zur Gruppe aufzunehmen. Ich selbst brauchte ein Jahr, um zu erkennen, dass ich meine Erkrankung alleine nicht bewältigen konnte”.

Mittlerweile besteht die Gruppe aus zwölf Mitgliedern. Der Besuch der Gruppe ist kostenlos und anonym. Zu den Regeln gehört, dass das, was in der Gruppe besprochen wird, vertraulich ist und nicht nach außen gelangt. Betroffene können sich frei äußern, sich Frustration und Verzweiflung von der Seele reden.

Einzelne Gruppenmitglieder sind mittlerweile einige Monate spielfrei und haben es geschafft, nicht mehr zu zocken. Geholfen hat ihnen der regelmäßige, wöchentliche Besuch in der Gruppe. Jedoch kommen auch Rückfälle vor, da es ein schwerer, langwieriger Prozess ist, von der Spielsucht nicht mehr beherrscht zu werden. Diese Sucht kann nicht geheilt, aber zum Stillstand gebracht werden. Die Anzahl derjenigen, die spielfrei bleiben, wächst.

Innerhalb der Selbsthilfegruppe entstehen neue soziale Kontakte und Freundschaften. „Menschen, die spielsüchtig sind, können sich jederzeit an uns wenden”, versichert Alexander Z.

Kontakte können hergestellt werden über die Spielerselbsthilfegruppe Heinsberg im Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg in Heinsberg, Hochstraße 24, 02452/156790, und mobil über Alexander Z., 0176/78158180. Die Treffen sind jeden Samstag um 18Uhr.
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