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Das christliche Unternehmensprofil von Maria Hilf besteht seit 140 Jahren

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Er hat die wirtschaftliche Stabilität stets im Auge: Geschäftsführer Dieter Erfurth. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. „Auch wenn ein Alkoholiker zum zehnten Mal zur Entgiftung kommt, wird er freundlich und wertschätzend empfangen”, sagt Dieter Erfurth. Das gehört zum „christlichen Unternehmensprofil”, so der Leiter der Gangelter Einrichtungen Maria Hilf, die seit 140 Jahren bestehen und zur Maria Hilf GmbH, Dernbach/Westerwald, der katholischen Ordensgemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi (Ancillae Domini Jesu Christi/ADJC) gehören.

Die Dernbacher Gruppe hat 2002 in den einzelnen Bundesländern GmbHs gegründet, „um schneller auf Veränderungen auf dem Gesundheitsmarkt reagieren zu können”.

Gangelt ist Sitz der Maria Hilf NRW GmbH, deren Geschäftsfuhrer Erfurth und Dr. Johannes Güsgen, Wesseling, sind. Die Chemie-Stadt am linken Rheinufer ist Sitz des Dreifaltigkeits-Krankenhauses, das ebenfalls zur Maria Hilf NRW gGmbH gehört. Da es eine gemeinnützige GmbH ist, werden Gewinne „nicht abgeschöpft, sondern reinvestiert”.

Insgesamt unerhält die Dernbacher Gruppe in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und NRW mit rund 4000 Beschäftigten etwa 700 Altenheimplätze, 640 Plätze in der Behinderten- und Jugendhilfe sowie Krankenhäuser mit 1700 Betten an sieben Standorten und „auf der Basis der christlichen Nächstenliebe”.

Aber „Wohltätigkeit setzt Geld voraus”, unterstreicht Erfurth, der 1979 zunächst kaufmännischer Leiter in Gangelt wurde. „Wir behalten die wirtschaftliche Stabilität unser Einrichtungen stets im Auge”, heißt es im Leitbild für die Mitarbeiter der Dernbacher Schwestern.

Um die Betreuung der Kranken, der Behinderten und der alten Menschen sicherzustellen, „machen wir manchmal in Einzelbereichen über Jahre Verluste”, erläutert Erfurth. „Dafür muss was auf die Seite gelegt werden.”

Rund 920 Mitarbeiter in etwa 40 Berufen wie Arzt, Pflegekraft, Therapeut, Kaufmann, Handwerker und Landwirt, darunter sehr viele Frauen, zählen die Gangelter Einrichtungen. Binnen eines Jahres wurden 78 neue Jobs geschaffen. Erfurth: „Wir gehen anders mit Mitarbeitern um.” Was nicht ausschließt, dass Arbeitskonflikte mitunter auch mit harten Bandagen ausgetragen werden.

Im Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie werden im Jahr 1500 Patienten behandelt.
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