„Classics in Concert”: Feuerwerk der Musik

Von: Bodo Strickstrock
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Erkelenz. Die Besucher des Konzertes „Classics in Concert” in der Stadthalle mussten schon einige Ausdauer beweisen. Sie erlebten dafür aber auch drei Stunden lang ein Feuerwerk an Musik der unterschiedlichsten Art.

Die Mitglieder der Staatlichen Musikoberschule Ryszard Bukowski Breslau sowie Solisten der Kreismusikschule Heinsberg unter der Leitung der Dirigenten Artur Wrobel und des Erkelenzer Musikpädagogen Josef Paczyna standen auf der Bühne.

Das Konzert in Erkelenz wurde im Rahmen der Erkelenzer Initiative Pro Musica durchgeführt, nachdem es schon Aufführungen in Polen gab, die auch dort vom Publikum begeistert aufgenommen worden waren.

Der Vorsitzende von Pro Musica Rolf Eckold führte durch das Programm, bei dem man immer wieder über die Leistungen der jungen Künstler staunen musste. War es die Professionalität im Zusammenspiel des Orchesters, das Können der Solisten oder die Arrangements des polnischen Komponisten Adam Wesolowski - eigens für das Ensemble geschrieben - die Leistung muss einfach anerkannt werden und stellt ein äußerst positives Ergebnis des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes dar, das neben anderen Sponsoren Fördermittel beisteuerte.

Aus dem umfangreichen und abwechslungsreichen Programm, bei dem Chopin, Rossini und Tschaikowski nicht fehlten, sollen nur einige Stücke erwähnt werden. Die russische Volksweise „Schwarze Augen” in verschiedenen Variationen, der aus dem Disney-Piratenfilm „Fluch der Karibik”, stammende Beitrag, bei dem bengalisches Feuer plötzlich die sonst dunkle Bühne erhellte oder das leise Rieseln von Schneeflocken bei der „Petersburger Schlittenfahrt” waren kleine Schmankerl, die zeigten, dass man auch an optische Wirkungen gedacht hatte.

Modest Mussorgskjis „Bilder einer Ausstellung”, in dem der Komponist 1874 nach dem Tode des Malers Viktor Hartmann dem ein Denkmal setzte, war ebenso ein Höhepunkt wie das Konzert b-Moll von Tschaikowski, bei dem der 21-jährige Maschinenbaustudent Thomas Hansen im Klavierpart überzeugte.

Aber auch der Cancan oder die musikalische Überraschung durch den stimmgewaltigen Tenor Martin Endrös, unterstützt vom Erkelenzer Kammerchor „Le Colisee” lösten großen Beifall aus, der schließlich beim „Time to say goodbye” gemeinsam mit der 20-jährigen Sopranistin Lisa Solov yova, die ihre Gesangstudien nach der Kreismusikschule nun an der Musikhochschule Köln fortsetzt, nicht enden wollte.

Die 14 aus unserer Region stammenden jungen Solisten am Piano zwischen 14 und 21 Jahren, das Schulsinfonieorchester aus Breslau und die beiden Dirigenten Artur Wrobel und Josef Paczyna hatten das auch mehr als verdient. Musik kennt eben keine Grenzen, sie verbindet. Das zeigte dieses Schüleraustauschprojekt deutlich.
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