Christian Lindner: „Liberaler Brückenschlag zwischen Generationen“

Von: jb
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Für die FDP im Wahlkampfeinsatz: Christian Lindner (r.) unterstützte mit seinem Besuch im Kreis Heinsberg auch den heimischen Bundestagskandidaten der Liberalen, Linus Stieldorf (l.). Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Er kam, sprach und gewann Sympathien bei den Zuhörern: Christian Lindner, der Landes-und Landtagsfraktionsvorsitzende der FDP in Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei, eröffnete den Wahlkampf der Liberalen im Kreis. In die Stadthalle von Heinsberg waren rund 50 Interessierte gekommen, die von Andreas Rademachers, dem Kreisvorsitzenden der FDP, begrüßt wurden.

„Mit Linus Stieldorf, dem FDP-Bundestagskandidaten im Wahlkreis 89 Heinsberg, haben wir das lebendige Beispiel dafür, dass die FDP die Partei ist, die sich keine Nachwuchssorgen machen muss“, eröffnete Lindner seinen Vortrag. Mit dem jungen Nachwuchspolitiker hier vor Ort und mit Rainer Brüderle an der Spitze sei der liberale Brückenschlag zwischen den Generationen belegbar geglückt.

Linder erläuterte bekannte FDP-Positionen: „Keine Steuererhöhungen“ zum Beispiel. Diese Haltung auch innerhalb der Koalition habe dazu geführt, und dies sei erstmalig seit 1949 so, dass es einer Regierung gelungen sei, am Ende der Wahlperiode weniger Geld auszugeben als am Anfang. „Sparen statt Politik auf Pump“ – deswegen sei die Agenda 2010 von Gerhard Schröder der richtige Weg gewesen, den die FDP weiterführen wolle: mit flexiblen Arbeitszeiten und ohne gesetzliche Mindestlöhne.

„Energiewende“ – dies sei die größte Herausforderung der nächsten Jahre, so Lindner. Denn Energie müsse für alle bezahlbar bleiben. Die jetzige Förderkultur mit den riesigen Sonnenkollektorflächen auf den Dächern und den zugesagten Einnahmen widerspreche dem Wettbewerbsprinzip, für das die FDP stehe. Es sei allerdings nicht verwerflich, wenn Bürger aus einem „dummen bestehenden Gesetz“ den Vorteil gezogen hätten.

Im zweiten Teil der Veranstaltung, bei dem das Publikum ermuntert wurde, Fragen zu stellen, moderierte Rademachers ein Interview. Er wolle der Jugend die Politik näherbringen, so Stieldorf, sich dafür einsetzen, dass jeder zur Wahl gehe, weil dies das höchste Gut in einer freien, selbstverantwortlichen Gesellschaft sei.

Zuwanderung und drohender Fachkräftemangel waren Themen für Fragen an die Runde. „Wo sollen die hin, die wir hier nicht wollen?“ So eine Frage aus dem Publikum, die Lindner so beantwortete: „Asyl ist nicht abzulehnen, sowohl aus humanitären wie geschichtlichen Gründen“. Die FDP wolle, dass es Zuwanderung von qualifizierten Arbeitnehmern geben solle, jedoch keine reine Zuwanderung in die Sozialsysteme.

Auf die Frage „Welche Gründe hätte ein Hartz IV-Empfänger, die FDP zu wählen?“ antwortete Lindner, weil ansonsten diesem die totale Arbeitslosigkeit drohe. Denn der politische Gegner plane die Rücknahme von Minijobs. „Sich selbst bewegen“ sei das Credo, damit Leistung sich wieder lohne.

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