Kreis Heinsberg - CDU will Stephan Pusch erneut als Landrat

CDU will Stephan Pusch erneut als Landrat

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Erwartungsgemäß ist der amtierende Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), von seiner Partei wieder als Kandidat für dieses Amt an der Spitze der Kreisverwaltung aufgestellt worden.

Bei der Kreisvertreterversammlung der Christdemokraten am Freitagabend in der Bürgerhalle von Heinsberg-Karken stimmten in geheimer Wahl 109 der 116 Delegierten für Pusch; es stand kein Gegenkandidat auf dem Stimmzettel. Sieben Nein wurden gezählt. Dies entspricht einer Zustimmung von fast 94 Prozent. Zum Vergleich: Vor der Kommunalwahl 2009 war Pusch mit 97,4 Prozent nominiert worden.

Dank für Vertrauensbeweis

Nachdem Bernd Krückel – Kreisvorsitzender, Landtagsabgeordneter und Versammlungsleiter in einer Person – am Freitagabend die Zahlen nach der Stimmauszählung bekannt gegeben hatte, dankte Stephan Pusch den Delegierten „für den deutlichen Vertrauensbeweis“ und verbreitete Optimismus für den Wahltag am 25. Mai: „Wir werden ein tolles Wahlergebnis erzielen.“

Bevor die Delegierten in der Karkener Bürgerhalle zur Stimmabgabe an die Wahlurnen gegangen waren, hatte Stephan Pusch in seiner Rede die „sehr erfolgreiche Politik“, die auf Kreisebene zusammen mit den Städten und Gemeinden gemacht worden sei, herausgestellt und beispielhaft Stichworte wie Breitband, Rekommunalisierung des Rettungsdienstes oder Abfallgebühren genannt.

„Politischer Landrat“

Er verstehe sein Amt als „politischer Landrat“, betonte Pusch, was nicht heiße, dass er nicht auch überparteilich zu agieren habe. Er habe sich aber bewusst entschieden, nicht bis 2015 im Amt zu bleiben, sondern er wolle jetzt zusammen mit der CDU in den Wahlkampf ziehen. Er verstehe sich als „Teamplayer“, sprich als Mannschaftsspieler.

„Wir verteidigen die Gestaltungsmehrheit für die CDU“, verkündete er als Ziel. Bei politischen Mitbewerbern fehle ihm „der Blick für das Ganze“, nannte er als Beispiel die Diskussion um die Schulsozialarbeit. Dies sei zweifellos eine wichtige Aufgabe, aber es sei auch zu sehen, dass beispielsweise die Stadt Wegberg um jeden Euro bei der Förderung der Vereinsarbeit ringe oder die Stadt Übach-­Palenberg um jeden Euro bei der Haushaltssanierung kämpfe.

Da könne nicht nach der Devise vorgegangen werden: „Es interessiert uns nicht, wer die Zeche bezahlt.“ Deshalb sei es wichtig, dass die CDU das Ganze im Auge behalte. Der Kreis stehe mit Blick auf die demografische Entwicklung und die Finanzen vor Herausforderungen. „Wir denken über den Tag X hinaus“, sagte Pusch. Es sei wichtig, sich Gestaltungsmöglichkeiten zu erhalten. Politik nach dem Motto „Das bezahlen meine Enkel!“ oder „Das bezahlen meine Kinder!“ lehne er ab. „Wir machen Politik auf Kreisebene und auf Stadt- und Gemeindeebene, die sich an dem orientiert, was in der Kasse ist“, erklärte Pusch. „Da muss man auch mal Nein sagen!“

Straffere Strukturen

Mit Blick auf die Kreisverwaltung, in der personelle Veränderungen mit dem Ausscheiden von Amtsleitern anstünden, kündigte er an, Strukturen straffen und Philosophien umbauen zu wollen.

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