Kreis Heinsberg - Caritas-Patinnen treffen „ihre Familien”

Caritas-Patinnen treffen „ihre Familien”

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Der Spielplatz in Gangelt-Nied
Der Spielplatz in Gangelt-Niederbusch wurde zum Treffpunkt: Dort fand das Frühlingstreffen der ehrenamtlichen Patinnen der Caritas-Jugendhilfe mit ihren Patenschaftsfamilien statt.

Kreis Heinsberg. „Frühlingstreffen”: Unter diesem Motto trafen sich die ehrenamtlichen Patinnen der Caritas-Jugendhilfe mit ihren Patenschaftsfamilien. Auf dem Spielplatz in Niederbusch bei Gangelt verbrachten sie bei Spaß und guter Laune einen geselligen Nachmittag.

Die Koordinatorin Stella Ottenburger freute sich über die zahlreiche Teilnahme, insbesondere auch darüber, dass dieses Treffen den Familien und den Patinnen eine Gelegenheit geboten hat, andere Familien kennenzulernen und eigene Erfahrungen auszutauschen. Schnell und ungezwungen fanden alle Teilnehmer des Treffens Kontakt zueinander. Bei lockerer Atmosphäre, tollem Wetter und leckerem Imbiss, der von den Patinnen und den Familien gemeinsam vorbereitet wurde, fanden interessante Gespräche statt.

Zuverlässig und verständnisvoll

Frau H., eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern, sagte: „Ich kann nur allen Müttern und Familien Mut machen und sich die Unterstützung einer Patin zu holen, wenn sie glauben, mit ihren Kindern und ihrer Lebenssituation überfordert zu sein, gerade wenn auch die familiäre Anbindung fehlt. Frau S. ist meine Patin seit über einem Jahr. Ich möchte sie nicht mehr missen. Sie versteht mich und meine Kinder. Ihre Hilfe bedeutet mir sehr viel, ich kann mich immer auf sie verlassen, sie ist sehr zuverlässig und verständnisvoll.”

Bei dem Angebot der Familienpatenschaft handelt sich um ein anonymes und nicht verpflichtendes Angebot. Die Patinnen wollen eigene Erfahrungen weitergeben, überlasteten Familien helfen und Überforderung verhindern. Neben der Aufgabe der Entlastung bauen sie eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Familien auf. Familie H. ist eine der vielen Familien, die Hilfe im Alltag brauchen.

Zunehmend werden auch Familien mit Migrationshintergrund von Patinnen begleitet. Familie S. mit afrikanischer Herkunft wandte sich an die Caritas mit der Bitte um Hilfe. Herr S.: „ Wir haben fünf Kinder, mein jüngster Sohn ist drei Monate alt. Meine Frau schafft nicht alles alleine.” Frau S. ist der deutschen Sprache nicht mächtig. Da sind die Sprachbarriere und daraus resultierende Probleme bei Behörden. Und die Familie hat noch ein autistisches Kind zu versorgen.

Herr S.: „ Wir brauchen die Patin, damit sie unsere Familie im Alltag entlastet und meiner Frau zur Seite steht. Sie kommt zu uns seit drei Monaten. Die Kinder freuen sich auf sie.” Frau T., die in der Familie als Patin eingesetzt ist, berichtet eauch von ihren Erfahrungen: „ Jeden Dienstag besuche ich die Familie und verbringe dort zirka zweieinhalb Stunden, hole den sechsjährigen Sohn vom Kindergarten ab. Wenn das Wetter es zulässt, gehen wir meistens noch zum Spielplatz. Da hat er den größten Spaß. Er ist gerne draußen, klettert, springt und schaukelt. Mir macht es besonders viel Freude ihm dabei zuzuschauen und ihn so glücklich zu sehen.”

Wenn Stella Ottenburger auf die rund fünf Jahre seit dem Bestehen des Angebots „Unterstützung im Alltag - Familienpatenschaften” zurückblickt, fallen ihr viele Hilfesuchende ein: Familien und Mütter, die durch die kontinuierliche Begleitung einer Patin mehr Sicherheit und Zuversicht in eigenen Fähigkeiten gewonnen haben. Das Angebot wird bis heute mit gleichbleibender Intensität von den Kooperationspartnern sowie der Familien nachgefragt und genutzt. „Wir sind da angekommen, wohin wir wollten”, stellte Stella Ottenburger fest.

Vielfältige Gründe

Die Gründe, warum Familien die Entlastung von einer Patin brauchten, sind meistens vielfältig. Es besteht oftmals der Wunsch nach einem Ansprechpartner. Weitere Gründe sind die fehlende Unterstützung durch ein soziales Netzwerk (Großeltern, Verwandte oder Nachbarn) sowie finanzielle oder psychische Probleme. „Wir werden von den Familien als Unterstützung und Entlastung gesehen”, so die Familienpatin Frau G. „Und wenn wir selber einmal Unterstützung brauchen, erhalten wir diese bei den monatlichen Austauschtreffen der Patinnen in Heinsberg und Geilenkirchen. Hier bekommen wir Anregungen und wertvolle Tipps, wie wir Stresssituationen begegnen können.”

Neue Patinnenwerden dringend gesucht

Dringend werden dringend neue Patinnen gesucht. Nähere Informationen erhalten Interessierte bei den Ansprechpartnerinnen der Caritas-Jugendhilfe.

Für den Bereich Heinsberg, Gangelt, Geilenkirchen, Selfkant, Übach-Palenberg und Waldfeucht:bei Stella Ottenburger unter 02452/919293.

Für den Bereich Hückelhoven, Erkelenz, Wassenberg und Wegberg: bei Heidi Breidt unter 02433/442210.

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