Kreis Heinsberg - Caritas-Einrichtung heißt jetzt „Beratungsstelle für Suchtfragen”

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Caritas-Einrichtung heißt jetzt „Beratungsstelle für Suchtfragen”

Von: cbo
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Kreis Heinsberg. Alkohol, Cannabis, Opiate oder Nikotin sind einige der geläufigsten Abhängigkeiten, denen Menschen ausgesetzt sein können. Auch im Kreis Heinsberg wird gezielt mit Betroffenen sowie deren Angehörigen gearbeitet.

Da sich die Beratungsstelle in Hückelhoven mit vielfältigen Abhängigkeiten wie beispielsweise Tabak- sowie Kokainkonsum oder Essstörungen beschäftigt, hat sich die Caritas-Einrichtung in die Beratungsstelle für Suchtfragen umbenannt.

Dieser Umstand hat dazu geführt, dass die verschiedenen Arten von medizinisch-psychologischen Krankheiten behandelt werden können. Auffallend ist dabei, dass nahezu jeder zweite Betroffene aufgrund von Alkoholproblemen die Beratungsstelle aufsucht.

Laut Leiterin Marlies Trapp befinden sich die Konsumenten von Cannabis (elf Prozent), Amphetaminen oder Kokain (elf Prozent) an zweiter Stelle der zu therapierenden Süchte. Um sich dieser Herausforderung stellen zu können, ist die Psychologin glücklich, wieder mit einem vollständigen Team arbeiten zu können.

Nach einem aufregenden letzten Jahr, indem das 25-jährige Bestehen aufgrund von Personalmangel nicht gefeiert werden konnte, stand für Trapp die Klienten-Betreuung im Vordergrund, während ihre Tätigkeit als Leiterin der Institution eher eine Nebenrolle einnahm.

Neu in der Beratungsmannschaft von Marlies Trapp ist Ute Zix. Die Diplom-Sozialarbeiterin, die eine therapeutische Zusatzausbildung absolviert hat, legt ihren Fokus auf zwei Gruppen, die sich im Turnus von 14 Tagen dienstags um 20 Uhr treffen: zum einen für die weiblichen Angehörigen, zum anderen Eltern von Drogenabhängigen.

Zu den Zielen der beiden kostenlosen Gruppen, die noch weitere Mitglieder suchen, zählen unter anderem, mit der Abhängigkeit der Kinder leben zu lernen, trotz der Sucht des eigenen Nachwuchses ein befriedigendes Leben führen zu können und den Zustand der Familie zu festigen. Den Angehörigen soll die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Ängste und Probleme zu thematisieren und ihre eigene Lebenssituation zu verbessern.

Im letzten Jahr führten 589 Betroffene und Angehörige Gespräche und Behandlungen durch, um ihre Sucht in den Griff zu kriegen. Ein Rückgang von 70 Personen im Vergleich zu 2010. Auch die Anzahl derjenigen unter den 589 Betroffenen, die sich bei mehreren Kontakten in der Beratungsstelle unterstützen ließen, stieg im Vergleich zu 2010 um 21 Personen (383 Klienten) an.

Ab dem 20. September bietet die Beratungsstelle den Kursus „Das Rauchfrei-Programm” an. Bis zum 8. November wird in sieben Kursstunden inklusive einer telefonischen Beratung die Möglichkeit der Raucherentwöhnung angeboten.

Unter der Leitung des Diplomsozialpädagogen Ingmar Fabry wird der Kursus abgehalten, der von einigen Krankenkassen übernommen wird. Ab sofort sind unter 02433/86238 Anmeldungen möglich.
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