„Campanushaus”: Leiterin der Jugendeinrichtung verabschiedet

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In einem Gottesdienst wurde Barbara Kramer als langjährige Leiterin des „Campanushauses” verabschiedet.

Wassenberg. In einem Gottesdienst wurde Barbara Kramer als langjährige Leiterin der Offenen Jugendeinrichtung „Campanushaus” aus der Evangelischen Kirchengemeinde Wassenberg verabschiedet. Schon Im November hatte sie eine neue Stelle beim Diakonischen Werk des Kirchenkreises Jülich in der Migrationsfachberatung angetreten.

Der Gottesdienst in der voll besetzten Kreuzkirche wurde von den Teamerinnen und Teamern des Jugendzentrums und von Kirchenband „Kreuzweise” mit gestaltet.

Fast auf den Tag genau zehn Jahre lang war Barbara Kramer als Sozialpädagogin in der offenen Kinder- und Jugendarbeit engagiert. Angefangen hatte alles mit einem Projekt: 15 Wochenstunden, befristet auf ein Jahr, Schwerpunkt mobile Arbeit mit dem „Roadrunner”.

Der bunte Wohnwagen, der regelmäßig bestimmte Siedlungen in Wassenberg ansteuert, ist mit der Zeit zu einem Markenzeichen der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde geworden.

Bald darauf übernahm Kramer die Leitung des Kinder- und Jugendzentrums im Campanushaus. Mit ihrem Engagement verbinden sich nicht nur die klassischen Angebote wie Kinder- und Rock-Caf, nicht nur die aufsuchende Arbeit mit dem „Roadrunner”, sondern auch eine Wiederbelebung der Kontakte zur Gesamtschule mit dem Schüler-Caf und zuletzt eine stark familienorientierte Arbeit. All das ist Modell geworden für erfolgreiche offene Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Heinsberg und wirkte weit über das Campanushaus und über Wassenberg hinaus.

Pfarrer Dr. Titus Reinmuth würdigte als Vorsitzender des Presbyteriums, dass dabei wertvolle Bindungen zu vielen Menschen entstanden seien, die diese Arbeit mittragen und mit Leben füllen: zu ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamern, zu Praktikanten und Honorarkräften - und vor allem zu vielen Kindern und Jugendlichen und deren Familien.

Die Gemeinde habe dabei gelernt, was „Inklusion” bedeute. Menschen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen und sehr unterschiedlichen Begabungen kommen im Zentrum zusammen: Kinder mit und ohne Behinderungen, mit und ohne Migrationshintergrund,

Kinder aus sogenannten schwachen und aus starken Familien. Pfarrer Thomas Bergfeld und die Vorsitzende des Jugendausschusses der Kirchengemeinde, Marion Meves, hoben hervor, dass sich die Aufmerksamkeit dabei nicht nur auf das Campanushaus selbst richtete, sondern die Kinder- und Jugendarbeit immer wieder verzahnt war mit anderen Feldern der Gemeindearbeit.

Konfirmanden wurden Teamer im Jugendzentrum, Menschen mit besonderen Problemlagen kamen zur Beratung ins Pfarrhaus, Mitarbeiter des Jugendzentrums wirkten bei größeren Gemeindeaktivitäten wie dem Strandgottesdienst, den Bibelentdeckertagen und den Kindermusicals mit.

Beim Empfang im Campanushaus überbrachten neben dem Presbyterium und den Mitarbeitern der Gemeinde auch der Jugendreferent des Kirchenkreises Jülich, Georg Nebel, sowie Oberkirchenrat Klaus Eberl ihreGlückwünsche.

Als Nachfolgerin in der Leitung der Offenen Jugendeinrichtung wurde die Sozialpädagogin Melanie Palm aus Schwanenberg begrüßt.

Nach den ersten Wochen in der neuen Aufgabe freute sie sich über den warmherzigen Empfang und die starke Unterstützung durch das über den Wechsel hinweg engagierte Team von Ehrenamtlichen im Campanushaus.
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