Café der Lebenshilfe belebt die Mühle

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Edgar Johnen (r.) und Reinhold Pillich mit dem Mietvertrag. Sebastian Bünten (l.) interessiert sich für die Arbeit im „Samocca”. Foto: pr

Wegberg. Die Ramachers-Mühle soll in den nächsten Monaten zu einem Treffpunkt für Ausflügler, Touristen und Kaffeefreunde werden. Mit der Lebenshilfe Oberbruch ist nun ein Mieter in die rechte Hälfte des denkmalgeschützten Gebäudes eingezogen, der mit einem gastronomischen Angebot lockt.

Das Café „Samocca” soll ab Pfingsten eine gemütliche Atmosphäre sowie Kuchen und frisch gerösteten Kaffee bieten. Doch vor allem bietet es Arbeitsplätze für Behinderte, denn im „Samocca” sollen zuerst drei Arbeitsplätze entstehen. Später soll die Zahl auf bis zu acht ausgebaut werden, betonte Edgar Johnen.

Der Geschäftsführer der Lebenshilfe Heinsberg unterschrieb gemeinsam mit Bürgermeister Reinhold Pillich den Mietvertrag für die Caféräume. Rund 100 Plätze im Innen- und Außenbereich wird das „Samocca” bieten, wenn es fertig eingerichtet ist, erklärte die zukünftige Leiterin des Cafs, Anneliese Baltes.

Das Café ist nicht das einzige seiner Art. Denn in Heinsberg an der Borsigstraße und an der Südpromenade in Erkelenz bestehen bereits zwei gastronomische Angebote der Lebenshilfe. Das Heinsberger Haus der Begegnung ist unter anderem auch Treffpunkt der Borussia-Fans der Blauen Welle. Das Wegberger Café soll ein weiterer Baustein in den Bemühungen sein, Behinderte am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen und ihnen auch ein berufliches Angebot mit Entwicklungspotenzial zu bieten.

In Wegberg sollen vor allem Menschen aus Wegberg angestellt werden. „Wir setzen auf Flexibilität bei den Arbeitszeiten”, erklärte Johnen. Daher müssten die Mitarbeiter auch in den Abendstunden einsatzbereit sein. Die rund 450 Jahre alte Mühle in der Wegberger Innenstadt sei als „Aushängeschild der Lebenshilfe” besonders attraktiv. Pillich betonte, dass durch das Café der Tourismusstandort Wegberg gestärkt werde.

Im Bereich des Cafés soll es einen „I-Punkt” mit Informationsmaterialien zu den städtischen Sehenswürdigkeiten, Mühlen und Wanderrouten als Anlaufstelle für Ausflügler und Touristen geben. Er betonte, dass sich die Mühle einer großen Beliebtheit bei den Bürgern erfreue. Nach dem Kauf des Gebäudes, das sich teilweise in einem schlechten baulichen Zustand befand, hatte es eine rege Diskussion über dessen Nutzung gegeben. Vor allem, da es als Ersatz für das Begegnungszentrum (BGZ) an der Beecker Straße die dort ansässigen Vereine beherbergen sollte.

Dafür, so wurde schnell klar, ist die Mühle aber zu klein. Zumindest der Historische Verein hat in der Mühle mit seinem Heimatarchiv ein bleibendes neues Zuhause gefunden. Eine weitere Überraschung hatte Pillich noch parat. Derzeit laufen Gespräche mit der Unteren Denkmalbehörde, ob die Mühle wieder ein funktionsfähiges Mühlrad nach historischem Vorbild bekommen kann. Dies würde die Mühle für Besucher noch attraktiver machen.
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