Kreis Heinsberg - Bundestagskandidat Spinrath will Bürgerdialog auslösen

Bundestagskandidat Spinrath will Bürgerdialog auslösen

Von: disch
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Herzliche Glückwünsche: Viel
Herzliche Glückwünsche: Viele Hände durfte der SPD-Bundestagskandidat Norbert Spinrath (Bildmitte) nach seiner Nominierung in den Brööker Stuben in der Festhalle von Oberbruch schütteln. Fotos (2): defi Foto: defi

Kreis Heinsberg. Nach 2005 und 2009 wird Norbert Spinrath, der Unterbezirksvorsitzende der SPD, im kommenden Jahr bei der Bundestagswahl zum dritten Mal als Direktkandidat der Sozialdemokraten im Wahlkreis Heinsberg ­antreten.

Wie aktuell gemeldet, wurde Spinrath am Donnerstagabend bei der Wahlkreisdele­giertenkonferenz in Oberbruch mit 57 Ja-Stimmen (bei drei Nein und einer Enthaltung) - also mit einer Zustimmung von mehr als 93 Prozent - nominiert. Der 55-jährige Polizeibeamte aus Teveren war von den Ortsvereinen Geilenkirchen und Heinsberg sowie vom Unterbezirksvorstand vorgeschlagen worden.

Es gab ­keinen Gegenkandidaten. In seiner Rede vor der geheimen Abstimmung hatte Spinrath die gute Landespolitik als Grundlage für den Bundestagswahl im kommenden Jahr bezeichnet. Den Kurs der Glaubwürdigkeit der SPD in NRW „müssen wir halten, müssen ihn gemeinsam mit den Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften, mit den SPD-Fraktionen in den Städten und Gemeinden und im Kreistag weiter ausbauen und nach außen vertreten”, so Spinrath.

Er wolle mit den Parteimitgliedern gemeinsam beweisen, „dass die SPD im Kreis Heinsberg eine starke politische Kraft ist”. Die Menschen im Kreis müssten selbstbewusst entscheiden, wer sie im Bundestag vertreten solle. Sie sollten dabei nicht nach Tradition entscheiden, sondern danach, welche Interessenvertretung sie erwarten würden. Spinrath kündigte einen aktiven, engagierten Wahlkampf an, der sehr kreativ sein solle.

„Wir müssen viele unterschiedliche Gelegenheiten für das Gespräch mit den Menschen schaffen, einen echten Bürgerdialog auslösen.” Dabei solle sehr genau zugehört werden, was die Bürger „von uns erwarten”. Er wolle sich von ihnen seine Aufträge für die politische Arbeit im Bundestag abholen, sagte Spinrath. Er wolle „mit einem fulminanten Wahlkampf” den Wahlkreis Heinsberg gewinnen und seine „rote Couch”, auf der er in früheren Wahlkämpfen schon mit so manchem Promi-Polit-Gast ins Gespräch gekommen war, endlich nach Berlin bringen - „da gehört sie nämlich hin”.

„Wir brauchen überall einen Politikwechsel, der uns die soziale Gerechtigkeit zurückbringt”, so Spinrath, der für einen Wechsel im Kreis und einen Regierungswechsel auf Rot-Grün im Bund kämpfen will. „Auch die Menschen im Kreis Heinsberg haben einen Anspruch auf soziale Gerechtigkeit.” Den Weg dorthin mit zu gestalten, solle der Anspruch für seine Bewerbung als Direktkandidat der SPD und für seine Arbeit als Abgeordneter im Bundestag sein. Mit Blick auf den Kreis plädierte Spinrath für eine Stärkung der ­Infrastruktur. „Wir müssen die Entwicklung des ländlichen Raumes nach vorne bringen.”

Dabei sollten nach seiner Ansicht nicht die Städte nachgeahmt, sondern vielmehr die vermeintlichen Nachteile des ländlichen Raumes in Stärken umgewandelt und der ländliche Charme erhalten werden. Im Bund will Spinrath für eine Bürgerversicherung (gestaffelt nach Einkommen), für einen Pakt für Wachstum und Beschäftigung, für eine wirksame Finanzmarktregulierung, für eine zukunftsfeste gesetzliche Rentenversicherung und für einen gesetzlichen Mindestlohn eintreten. Der Bund müsse Leistungen, die er den Kommunen abverlange, selbst zahlen. Und die Einnahmesituation der Kommunen müsse verbessert werden, forderte der SPD-Politiker.
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