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Bund fördert Stellen: Bildung entscheidend für Integration

Von: jwb
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Im Heinsberger Kreishaus: Landrat Stephan Pusch (Mitte) erhielt am Dienstag aus den Händen des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Rachel (r.) den Förderbescheid für die Finanzierung der Stellen zur Kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte. Der Heinsberger Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers gratulierte. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Der Landrat des Kreises Heinsberg hatte zur Pressekonferenz ins Kreishaus eingeladen. Anlass war die Übergabe des Zuwendungsbescheides zur Förderung von zwei neuen Personalstellen beim Kreis Heinsberg zur Kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte.

Den Zuwendungsbescheid nahm Landrat Stephan Pusch (CDU) aus den Händen des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel (CDU), in Anwesenheit des Heinsberger Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU). Die Förderung ist auf zwei Jahre befristet und hat ein Volumen von gut 240.000 Euro.

Landrat Stephan Pusch betonte seine Freude über den Zuwendungsbescheid zur Bildungsintegration der neuzugewanderten Mitmenschen. Integration durch Bildung und Spracherwerb sei eine Querschnittsaufgabe, an der viele Einrichtungen und Akteure beteiligt seien. Die Umsetzung der Integration könne nur durch gute Koordination gelingen.

Die vorhandenen Bildungsangebote müssten dabei vernetzt werden. Was nicht gewollt werde, seien Doppelstrukturen und Angebote sowie ineffizientes Nebeneinanderarbeiten. Mit der Finanzierung der Kosten für die beiden Koordinatorenstellen durch das Förderprogramm des BMBF würden dafür nun die ­Voraussetzungen geschaffen. Von deren Einsatz verspreche sich der Kreis, den Bildungsprozess und damit die Zugangschancen zum Arbeitsmarkt für die Zugewanderten nachhaltig zu verbessern.

Die ersten Hürden mit der Unterbringung und der Versorgung der Neuzugewanderten seien bewältigt, betonte Thomas Rachel. Nun beginne die zweite Phase, in der Bildung dafür entscheidend sei, ob Integration gelinge. Ziel des BMBF sei die Förderung des Aufbaus eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements.

Dazu gehörten ressortübergreifende Strukturen innerhalb der Kommunalverwaltung sowie der Auf- und Ausbau eines kommunalen Bildungsmonitorings, um die Bedarfe vor Ort zu steuern. Nicht zuletzt seien die Bündelung und die Vernetzung der Kräfte vor Ort durch die Einbeziehung der lokalen Bildungsstiftungen, der Vereine, der Patenschaftsinitiativen und Ehrenamtsagenturen sowie der Sozial- und Wirtschaftspartner Gegenstand des Bildungsmanagements.

Der Kreis Heinsberg habe mit seinem Antrag das BMBF überzeugt, sodass die Bewilligung erfolgt sei. Mit Blick auf die konzeptionellen Schwerpunkte des Antrags aus dem Kreis Heinsberg führte Rachel aus, dass die Bildungsangebote transparent aufgeführt werden, Angebots­lücken gefüllt und passgenaue Angebote entwickelt werden sollen. Im Kreis-Antrag sei aufgeführt, dass datenbasiert gearbeitet und entschieden würde und auf das vorhandene Sozialmonitoring und den Sozialatlas des Kreises zurückgegriffen werde.

Der Kreis Heinsberg gehört somit laut Rachel zu den mehr als 300 Landkreisen und Städten, in denen durch die Förderung des BMBF Koordinatorenstellen eingerichtet werden.

Die neuen Koordinatorenstellen sind Teil des BMBF-Maßnahmenpakets zur Integration von Flüchtlinge und eingebettet in die Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement, mit der die Fördergelder zu 100 Prozent direkt vom Bund an die Kommunen – ohne Umwege über die Länder – gelangen würden, betonte Wilfried Oellers.

Die Besetzung der neuen Stellen erfolge zum 1. Februar, erläuterte Dezernent Franz Josef Dahlmanns von der Kreisverwaltung. Beide Stelleninhaberinnen hätten qualifizierte Hochschulabschlüsse und würden dem Anforderungsprofil gerecht.

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