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Bürgermeister mit Blick über die Ortsgrenze

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Bewegender Moment: Johannes von Helden dankt seiner Mutter.

Waldfeucht-Braunsrath. Es waren bewegende Momente beim Abschied für Johannes von Helden: Tränen gab es vor allem, als dieser sich bei seiner Dankesrede an seine Mutter wandte. „Ich danke Dir, dass du und Vater mich habt leben lassen, so wie ich bin,” sagte von Helden und überreichte seiner Mutter einen Blumenstrauß.

Schon in der Jugend wurde Johannes von Helden als ein „aufgedrehtes Gummibärchen” und ein „Wibbelstitz” von seiner Kindergärtnerin beschrieben.

Die Kindergärtnerin, die Eltern und die späteren Lehrer - alle ließen Johannes diese Eigenschaften. Und diese Charakterzüge haben sein Leben geprägt: Der junge Mann reifte zum Mann mit Ecken und Kanten.

Auch wenn es politische Differenzen gab, von Helden stritt nie mit der Person, sondern rieb sich immer an der Sache - dafür gab es anerkennende Worte von seinen Ratskollegen.

„So bin ich und so möchte ich auch weiterhin bleiben,” nickte der Bürgermeister, der sich nie in Ketten legen ließ. Es war ein Abschiedsabend für den scheidenden Bürgermeister Johannes von Helden voller Emotionen.

Bekanntlich wurde von Helden von seiner Partei nicht mehr als Kandidat für das Bürgermeisteramt benannt und scheiterte dann bei der Kommunalwahl als Einzelbewerber.

Zehn Jahre war Johannes von Helden mit Leib und Seele Bürgermeister. Selbst seine Gegenspieler im Rat sahen einen mehr als engagierten Bürgermeister.

Als „hart, aber fair” bezeichneten Ratskollegen ihren einstigen Chef. Von Helden war ein Bürgermeister, der immer sein Waldfeucht im Sinn hatte - die zahlreichen Dankesreden am Abend drückten dies eindrucksvoll aus.

Die Bürgerhalle in Braunsrath war sehr gut besucht, viele Freunde aus Wirtschaft, Politik und Sport sagten „Danke” für das zehnjährige Wirken. Peter Roggenkämper, stellvertretender Bürgermeister, würdigte den scheidenden Bürgermeister.

„Zu Beginn deiner Amtszeit waren hier und da Berührungsängste vorhanden. Aber durch deine freundliche, offene, einnehmende und aufgeschlossene Lebensart hast Du es schnell verstanden, die überwiegende Mehrheit des Rates mit ins Boot zu nehmen. Hier saßen dann auch unterschiedliche Partiemitglieder und sahen in dir einen exzellenten Steuermann. Ein starrer Blick durch die Parteibrille war dir fremd”, so Peter Roggenkämper.

„Er hat Meilensteine gesetzt”, waren weitere Anerkennende Worte von Freunden. Mehr als eine Herzenssache war für Johannes von Helden die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, nicht nur auf deutscher Seite.

„Du hast Brücken gebaut bis zu den Gemeinden Echt und Maaseik und hast erkannt, dass wir die Zukunft unserer Region nur gemeinsam mit unseren niederländischen und belgischen Nachbarn meistern, gestalten und voranbringen können”, sagte Roggenkämper weiter.

Auch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden Selfkant und Gangelt lobte Roggenkämper. Er sah von Helden als einer der „drei Musketiere aus dem wilden Westen”. Beifall brandete auf, als Roggenkämper sagte: „Johannes, Du verlässt ein gut bestelltes Haus, du hast in der Gemeinde bleibende Spuren hinterlassen, vieles angestoßen und auf den Weg gebracht”.
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