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Bürgerhaus: Der Knoten, der alles zusammenhält

Von: hewi
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Bürgermeister Peter Jansen überreichte die Schlüssel für das Bürgerhaus an Ralf Grzelka, den Vorsitzenden der Ortsgemeinschaft, auf dem neu benannten van Wiggen Platz. Unser Bild zeigt außerdem den Bezirksausschussvorsitzenden Peter London, Hans Gerd Dahlmanns sowie den 1. Beigeordnete Dr. Heiner Gotzen (v.li.). Foto: Koenigs

Erkelenz-Gerderath. Das Bürgerhaus der Gerderather hat nun auch eine Adresse: Van-Wiggen-Platz 1 lautet die offizielle Anschrift des ehemaligen Pfarrzentrums, das bisher keine eigene Hausnummer hatte. Benannt ist der Platz nach Anton Heinrich van Wiggen, der von 1968 bis 1994 Pastor in Gerderath war.

Die neue „Hausnummer 1” brachte Bürgermeister Peter Jansen persönlich beim Neujahrsempfang der Gerderather Ortsgemeinschaft mit. Dazu gab es einen Bund mit alten Schlüsseln als symbolisches Geschenk an Ralf Grzelka, den Vorsitzenden der Ortsgemeinschaft, die die Nutzung des Bürgerhauses durch die Gerderather Vereine organisiert und verwaltet.

„In jedem Netz gibt es mindestens einen Knoten, der es zusammenhält”, erklärte Grzelka. Die Ortsgemeinschaft sei dieser Knoten in Gerderath. Sie wurde im Sommer 2009 gegründet, damit die Stadt eine „juristische Person” als Ansprechpartner in Sachen Bürgerhaus hatte. Zuvor hatte die Stadt die Immobilie erworben, um auch über die Schließung des Pfarrzentrums hinaus eine geeignete Heimat für die Gerderather Vereine zu haben.

Bei den Umbauarbeiten legten die Gerderather selbst Hand an und renovierten das Innere des Bürgerhauses in Eigenleistung. Die Kosten übernahm die Stadt. Das neue alte Bürgerhaus wird von den Gerderathern gerne angenommen. 20 bis 30 Veranstaltungen habe man pro Monat zu verzeichnen, erklärte Grzelka in seiner Ansprache vor den Gästen im Bürgerhaus. Tendenz steigend. Mit dem Erreichten könne man zufrieden sein, muss es aber nicht.

So mahnte er auch eine behindertengerechte Umgestaltung der sanitären Anlagen im Bürgerhaus an. Grzelka betonte, dass auch die ausländischen Mitbürger in Gerderath in das soziale Leben mit einbezogen werden müssten. Eine Anregung aus der Bürgerschaft sei daher ein Kulturfest, bei dem man sich kennen lernen und Grenzen überwinden könne.

„Was hier passiert, freut einen Bürgermeister”, erklärte Peter Jansen. „Es bildet sich eine Gemeinschaft der Bürger.” Die Stadt sei trotz eines Defizits von rund sieben Millionen Euro, mit denen das letzte Jahr beendet wurde, bemüht, in allen 46 Ortschaften dazu beizutragen, dass die Bürger Anlaufpunkte haben, wo geselliges Leben stattfinden kann. Ein Luxus, für den die Stadt durchaus auch schon Kritik von der Gemeindeaufsicht einstecken musste. Trotzdem werde der eingeschlagene Kurs beibehalten, auch wenn dabei vieles wie in Gerderath in Eigenleistung umgesetzt werden müsse. In 2011 gebe es noch „eine Menge anzupacken, doch gemeinsam schaffen wir das”, erklärte Jansen.
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