Bürger können sich mit Vorschlägen einbringen

Von: anna
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„Mobil im Kreis Heinsberg”:
„Mobil im Kreis Heinsberg”: Landrat Stephan Pusch (vorne, rechts) stellte die Eckdaten zur Mobilitätserhebung mit Lutz Deutz von der Planersocität Dortmund, Dezernent Josef Nießen und Ralf Dick vom Amt für Umwelt und Verkehrsplanung im Heinsberger Kreishaus vor. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Wer in den nächsten Wochen einen großen weißen Briefumschlag mit dem Logo des Kreises Heinsberg in seiner Post hat, der gehört zu den 7800 Bürgern im Alter über 18 Jahren, die mit einer Zufallsstichprobe ausgewählt worden sind für eine Mobilitätserhebung unter dem Titel „Mobil im Kreis Heinsberg”.

Die ausgewählten Bürger werden gebeten, Fragen zu ihrem Haushalt und zu den darin lebenden Personen zu beantworten sowie darüber hinaus mithilfe eines Formulars für jede Person im Haushalt ein Wegeprotokoll für einen vorgegebenen Stichtag anzufertigen. Gefragt wird dabei nicht nur nach der Nutzung des eigenen Automobils, sondern auch nach der von Fahrrädern und Elektrofahrrädern oder von Bus und Bahn sowie nach Möglichkeiten für eine Änderung, etwa einen Umstieg vom Auto auf Bus oder Bahn.

„Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens”, betonte Landrat Stephan Pusch am Montag bei der Vorstellung des Projekts im Heinsberger Kreishaus. Man sei im Kreis seit Jahren am Thema dran, aber gerade jetzt sei es - angesichts kontinuierlich steigender Kraftstoffpreise - wichtig, die richtigen Weichen für die künftige Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu stellen. Dabei gehe es nicht um eine reine Befragung. Jeder Teilnehmer könne sich auch mit eigenen Vorschlägen in den Prozess einbringen, appellierte er an alle ausgewählten Bürger, sich die pro Person im Haushalt maximal benötigten 20 Minuten Zeit für die Beantwortung der Fragen zu nehmen.

Jeder Teilnehmer kann dabei für sich auswählen, ob er telefonisch befragt werden möchte, die Unterlagen selbst von Hand oder online ausfüllen will. Jeder für die Studie ausgewählte Bürger erhält einen persönlichen Zugangscode erhält. Für die Beantwortung weiterer Fragen steht im Amt für Umwelt und Verkehrsplanung Ralf Dick bereit.

Durchgeführt wird die Erhebung von der Planersocietät Dortmund, für die Lutz Deutz Zielsetzung und Inhalte erläuterte. Die Studie sei so angelegt, dass ihre Ergebnisse mit anderen Studien vergleichbar seien, etwa mit denen von „Mobilität in Deutschland”. Die erhobenen Daten würden für weitergehende Planungen wie die Nahverkehrsplanung insgesamt genutzt. Erarbeitet werden solle daraus aber auch ein Maßnahmenkatalog, der konkrete Zielmarken definiere, etwa den Anteil des Fahrradverkehrs auf einen zu ermittelnden Prozentsatz zu erhöhen. Nicht nur für das Kreisgebiet insgesamt, sondern auch für die einzelnen Kommunen sollen die Daten ausgewertet werden. Veröffentlicht werden sollen die Ergebnisse im Oktober oder November und dann in die für 2013 vorgesehene Fortschreibung der Nahverkehrsplanung einfließen.

„Daten werden nur für die Untersuchung genutzt”

Wenn nur 20 Prozent der ausgewählten Bürger und mit ihnen die weiteren Mitglieder ihrer Haushalte an der freiwilligen Studie teilnehmen würden, sei die Studie immer noch repräsentativ, so Lutz Deutz von der Planersocietät Dortmund. Repräsentativ sei die Studie, wenn insgesamt ein Prozent der Bürger befragt worden sei. Wie der Landrat hofft jedoch auch er auf eine höhere Beteiligung für eine aussagekräftige Erhebung. Und versichert: „Die Daten werden nur für die Untersuchung genutzt.” Eine Rückverfolgung der Daten werde sicher ausgeschlossen.

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