„Blutroter Selfkant” bietet kriminelle Kurzgeschichten

Von: wo
Letzte Aktualisierung:
blutrot-foto
Aus einem VHS-Kurs ist ein Buch entstanden: Darüber freuen sich Verleger Hans Krupp, Herausgeber Kurt Lehmkuhl, VHS-Leiter Franz Josef Dahlmanns und Autor Gerd Grunewald (v.l.n.r.). Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Blut trieft aus der vollflächig rot gefärbten Kreiskarte, die den Titel eines bisher einmaligen Buches ziert, das von der Idee bis zur ersten fertigen Druckausgabe komplett im Kreis Heinsberg entstanden ist.

„Blutroter Selfkant - 20 kriminelle und unheimliche Kurzgeschichten aus dem Land an Rur und Wurm” lautet der Titel des Werkes, das Geschichten von acht Autoren enthält und von Kurt Lehmkuhl, Redakteur des Zeitungsverlages Aachen und Buchautor, herausgegeben wurde.

Das Besondere daran: Das Buch ist das Ergebnis eines Kurses der Anton-Heinen-Volkshochschule, der im Januar im Heinsberger Kreisgymnasium unter Lehmkuhls Leitung begann und zu dem sich die acht Teilnehmer jeweils einmal pro Woche immer donnerstags abends trafen.

„Wir haben damit nicht nur Neuland betreten, sondern zugleich ein Markenzeichen geschaffen”, erklärte VHS-Leiter Franz Josef Dahlmanns bei der Präsentation des Werks im Taschenbuchformat im Heinsberger Kreishaus. „Ich kenne keine andere Volkshochschule in Nordrhein-Westfalen, die so etwas bisher zustande gebracht hätte.”

Die Idee zu dem Kurs hatte Lehmkuhl selbst, weil er immer wieder darum gebeten worden sei, Manuskripte zu lesen, erzählte er bei der Vorstellung des Buches, das knapp 250 Seiten hat und in einer ersten Auflage von 1000 Exemplaren erschienen ist.

„Die Autoren sind junge Menschen, im Beruf stehende Frauen, arbeitende Männer. Sie wollten gerne schreiben, lernen, erfahren. Sie haben mit ihrer Fantasie gespielt, Geschichten erfunden, Schauplätze gesucht, sie haben mit Sätzen jongliert, diskutiert, verändert, sie waren verunsichert, euphorisch, zweifelnd, überzeugt”, beschrieb der Herausgeber den Entstehungsprozess.

Den Leser erwarte eine literarische Reise durch den Kreis Heinsberg, die von Übach-Palenberg bis zum Dalheimer Wald und vom Wildpark Gangelt bis nach Erkelenz reiche.

„Die Geschichten sind so unterschiedlich wie ihre Autoren, die Schreibstile so abwechslungsreich wie die Themen”, so Lehmkuhl. Eine davon, die Geschichte „Peng” von Gerd Grunewald aus Wegberg, war schon für den Krefelder Kurzkrimi-Preis nominiert und ist zusammen mit weiteren 20 Geschichten in der Anthologie „Niederrhein-Leichen” erschienen.

Das Buch enthalte nicht nur Geschichten, die im Kreis Heinsberg spielen würden, es sei zudem komplett im Kreis Heinsberg entstanden, betonte der Herausgeber. So sei der Satz in Erkelenz erstellt worden, gedruckt worden sei das Buch dann in Wegberg. Und der hkl-Verlag habe seinen Sitz in Übach-Palenberg.

Für die Unterstützung bei der Realisierung dieses ersten Buches seiner Art dankte Lehmkuhl neben der VHS auch der Kreissparkasse, die die Veröffentlichung der Geschichtensammlung erst ermöglicht habe. Sein Dank ging auch an die Autoren Gerd Grunewald und Heidi Hensges, die auch nach Kursende noch an der Erstellung der Anthologie mitgewirkt hätten.

Herausgeber und Autoren hätten auf ein Honorar verzichtet und auch Verleger Heinz Krupp werde seine Erlöse stiften, betonte Lemkuhl. „Sämtliche Erlöse dieses Buches werden dem Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz zufließen.”

Autoren des Buches „Blutroter Selfkant” sind Christian und Rosemarie Fahlenbock aus Geilenkirchen, Gerd Grunewald aus Wegberg, Heide Hensges aus Heinsberg, Irene Hissel aus Gangelt, Renate Janssen aus Hückelhoven, Kurt Lehmkuhl aus Erkelenz und Luitgard Olufayo aus Gangelt.

Lesungen sind bisher terminiert für den 26. November im Bestattungshaus Joerißen in Wegberg, am 11. Dezember im Bürgerhaus Grotenrath, und am 17. Dezember in der Erkelenzer Leonhardskapelle; jeweils um 19.30 Uhr.

Eine weitere Präsentation ist geplant am 13. Dezember im Klosterhof Dalheim. Das Buch ist darüber hinaus im Buchhandel erhältlich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert