Kreis Heinsberg - Bläserphilharmonie: Der Dirigent moderiert die Feinabstimmung

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Bläserphilharmonie: Der Dirigent moderiert die Feinabstimmung

Von: Johannes Bindels
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In Aktion: Dirigent Jan van Hulten bei der Probe mit der Bläserphilharmonie Heinsberg. Fotos (2): Bindels Foto: Bindels
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Percussion: Jochen Cluesserath bei der Probe mit der Bläserphilharmonie Heinsberg im Birgelener Probenraum. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Dem Besucher schallen melodische Sequenzen entgegen, immer wieder kurz unterbrochen von einem klaren Hinweis, um gleich noch einmal gespielt zu werden. Wer der Quelle der machtvoll gespielten Passagen aus „Summer dances“ von Adam Gorb näherkommen will, muss zunächst einen Hof überqueren, eine steile Treppe aufsteigen, um im Probenraum des Musikvereins Eintracht Birgelen unter dem Dach ein fast vollständig besetztes Bläserorchester bei der Probe für das Premierenkonzert zur Wiedereröffnung der Festhalle Oberbruch zu sehen.

Unter Leitung des Dirigenten Jan van Hulten haben sich die Mitglieder der Bläserphilharmonie Heinsberg – dem neugegründeten symphonischen Blasorchester – eingefunden zur im wahrsten Sinne des Wortes schweißtreibenden Probenarbeit.

„Hier spielen Professionals, und es ist eine erfreuliche und fruchtbare Zusammenarbeit. Das Besondere an dieser Orchesterbesetzung besteht darin, dass eine Reihe der Musiker ebenfalls Dirigenten und Dozenten sind und alle auf einem hohen Niveau spielen“, beschreibt van Hulten das Orchester. Die Musiker haben die Noten schon vor den Sommerferien erhalten und beherrschen die Partituren zum Konzert. So seien auch nur drei Proben vor dem Konzert notwendig – trotzdem sei es kein musikalisches Abenteuer. Seine Aufgabe sei es, die Feinabstimmung des Orchesters zu moderieren. So seien denn auch die Unterbrechungen nur kurz und eher eine Abstimmung unter gleichwertigen Kollegen, lässt van Hulten wissen. „Mein Hinweis an das tiefe Blech dient dann lediglich dazu, das Volumen ein wenig zu reduzieren, um mit den Klarinetten eine harmonierende Klangfarbe zu erreichen. Dieser professionelle Klangkörper kann das sofort umsetzen“, erklärt er anschaulich die Arbeit.

Diese pädagogische Fähigkeit der Veranschaulichung spiegelt den Anspruch der Bläserphilharmonie wider. Die Musikerinnen und Musiker sind als Musikdozenten, Dirigenten und Komponisten hauptberuflich tätig und wollen sich mit ihrem künstlerischen und pädagogischen Potenzial für die Förderung der Musikkultur im Kreis Heinsberg einsetzen. Das Konzept wirkt über die Grenzen des Kreises hinaus positiv, sodass auch aus Limburg oder anderen Regionen Nordrhein-Westfalens Musiker teilnehmen.

„Wir wollen zwischen drei bis fünf Projekte im Jahr realisieren, an denen sich Musiker beteiligen können. Bei jedem Konzert wollen wir Ausnahmetalente fördern, in der Region vorstellen und ihren künstlerisch schon erfolgreichen Weg weiter begleiten“, legt Marion Sanders, in der Organisation engagierte stellvertretende Vorsitzende des Musikvereins Eintracht Birgelen, das Augenmerk auf einen weiteren Schwerpunkt der Bläserphilharmonie. Im Premierenkonzert werden als Solisten auftreten: die Sängerin und mehrfache Preisträgerin Celina dos Santos von der Jugendmusikschule Heinsberg sowie Suzanne Welters (Saxophon), die in Maastricht an der Musikhochschule studierte und als Dozentin an der Musikschule Artamuse in Sittard-Geleen arbeitet, Harry Wassenberg (Klarinette), der ebenfalls in Maastricht studierte und als Dozent an der Musikschule in Venlo arbeitet, sowie Thomas Lindt (Alphorn), der Musik in Köln und Paris studierte und als Orchestermusiker arbeitet.

Nach einer kurzen Pause arbeiten die Musiker längst wieder miteinander. Diesmal ist der Percussionbereich in der Abstimmung mit Jan van Hulten. Jochen Cluesserath, Leiter der Musikschule Neuss-Grevenbroich, wie Marion Sanders verrät, sowie Kai Stoffels, unter anderem Leiter des Jugendorchesters Horst, stimmen gemeinsam mit dem niederländischen Kollegen am Schlagzeug ihren Part ab. Da sind Könner am Werk. Schon jetzt könnten sich die Besucher auf das Premierenkonzert am 21. September in Oberbruch freuen, ist Jan van Hulten sich sicher.

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