Kreis Heinsberg - Big Band des Heeresmusikkorps begeistert bei Benefizkonzert

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Big Band des Heeresmusikkorps begeistert bei Benefizkonzert

Von: hl
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Die Big Band des Heeresmusikorps Koblenz spielte auf: Zum 30-jährigen Bestehen der Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe fand in Hückelhoven ein Benefizkonzert statt. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe für den Kreis Heinsberg hat die Big Band des Heeresmusikkorps ­Koblenz bei einem Benefizkonzert in Hückelhoven für die MS-Gruppe aufgespielt. Vor mehr als 500 begeisterten Zuhörern präsentierten die Musiker unter der Leitung von Stabsfeldwebel Christopher Buchheim in der Aula des Gymnasiums traditionellen Swing wie auch Jazzrock.

Zu Beginn hatte die Geschäftsführerin des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft, Dr. Sabine Schipper, die Gäste willkommen geheißen und über die Arbeit der DMSG informiert. Unter den Ehrengästen weilten Brigadegeneral Peter Braunstein, Kommandeur des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in Geilenkirchen, der Heinsberger Bürgermeister Wolfgang Dieder als Schirmherr der MS-Gruppe sowie die stellvertretende Hückelhovener Bürgermeisterin Andrea Axer in Vertretung des verhinderten Schirmherrn der Veranstaltung, Bürgermeister Bernd Jansen. Zum Schluss meinte Sabine Schipper, das Konzert habe die Menschen glücklicher und damit gesünder gemacht.

Das Konzert hatte nichts zu tun mit dem, was viele beim ersten Gedanken mit dem Stichwort Bundeswehr verbinden mögen: Da war nichts von Drill und Strammstehen, nichts von Ausrüstung und Aufrüstung, nichts von Afghanistan und Mali. Stattdessen gab es eine Musik, die vor allem die vielen Älteren im Saal an ihre Jugend erinnert haben dürfte, als es noch keine Rapper gab und Helene Fischer noch Kinderlieder trällerte. Und es war auch nur ein Marsch zu hören. Unter dem Motto „Typisch deutsch“ (wie der Dirigent mit einem Augenzwinkern sagte) spielte die Big Band auf.

Gewählt worden war dieser Programmtitel, da jeder Titel einen Bezug zum Deutschen haben sollte. So wurden Titel deutscher Arrangeure, Komponisten und Künstler dargeboten. Da durften Namen wie Peter Herbolzheimer, Max Greger, Roger Cicero, Hugo Strasser, Klaus ­Doldinger, James Last und Bert ­Kaempfert nicht fehlen. Buchheim, der selber einige Instrumente spielte, führte humorvoll durch das Programm. Im Laufe des Konzerts stellte er die Musiker mit ihren Instrumenten vor. Sie stellten ihre Meisterschaft und Virtuosität unter Beweis. Und dabei konnte sich wohl der eine oder andere vorstellen, wie es damals war mit den Trompeten von Jericho...

Viel Beifall und „Standing Ovations“

Eine besondere Note bekam das Konzert dank Sängerin Claudia Breuer, die seit 2005 beim Heeresmusikkorps singt. Sie ist vor allem im Jazz und Musical zu Hause und hat auch schon so manche Hochzeitsfeier mit ihrem Gesang noch schöner gemacht. Vor allem ihre Lieder von Udo Jürgens (Griechischer Wein; 17 Jahr, blondes Haar; In diesem ehrenwerten Haus; Ich war noch niemals in New York; Aber bitte mit Sahne; Mit 66 Jahren ...) und nicht zuletzt die regnenden Rosen von Hildegard Knef und „der“ Schlager des Zweiten Weltkriegs, Lili Marleen, verstärkten den ohnehin schon stürmischen Applaus. Apropos ­Applaus: Wohl selten hat es in der Aula so viel Beifall und „Standing Ovations“, zustimmende Rufe und anhaltendes Klatschen gegeben wie bei diesem Konzert – auch in die Musikstücke ­hinein, wenn ein Solist besonders zu gefallen wusste.

Zum Schluss gab es Musik im Stile von Glenn Miller. Damit war zwar das „typisch Deutsche“, wie der Dirigent meinte, zu Ende, aber Musik kennt eigentlich keine Grenzen und Nationalitäten. Und wenn es nach dem Beifall gegangen wäre, hätten die Musiker noch lange spielen können. Aber auch Profis werden einmal müde.

 

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