Heinsberg-Oberbruch - Besser direkt eine Ausbildung beginnen

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Besser direkt eine Ausbildung beginnen

Von: Petra Wolters
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Auch über die Arbeit der Schülerfirma ComRec informierte sich Regierungspräsident Hans Peter Lindlar (2.v.r.) am Mittwoch in der Oberbrucher Hauptschule. Begleitet wurde er dabei von Schulleiter Michael Schmitt (rechts) sowie von Firmenleiter Bernd Geldmacher, der stellvertretenden Schulleiterin Ellen Kuhlenbeck, Schulamtsleiter Hermann Rademächers und Bürgermeister Wolfgang Dieder (von links). Foto: Petra Wolters

Heinsberg-Oberbruch. „Was ist denn schwerer, die Macke zu finden oder sie zu beheben?”, fragt Regierungspräsident Hans Peter Lindlar interessiert und schaut Brendon und Artur in der Schülerfirma „ComRec” der Oberbrucher Hauptschule interessiert über die Schulter.

„Die Macke zu beheben”, erklärt ihm Brendon, der gerade dabei ist, einen gebrauchten Computer für den Wiederverkauf aufzurüsten.

Im Rahmen seiner regelmäßigen Schulbesuche war der Regierungspräsident am Mittwochvormittag in Oberbruch zu Gast. Begleitet wurde er dabei von Bürgermeister Wolfgang Dieder und Schulamtsleiter Hermann Rademächers. Vor Ort begrüßten ihn Schulleiter Michael Schmitt und seine Stellvertreterin Ellen Kuhlenbeck.

Zunächst nahm sich Lindlar Zeit für ein Gespräch mit vier Schülern aus den Klassen 9 und 10. Gemeinsam diskutiert wurden unter anderem Probleme, die durch unterschiedliche Leistungsniveaus im Englischunterricht entstehen. Lindlar ermunterte die Schüler, die Lehrer immer anzusprechen, wenn sie Probleme sehen würden.

„Jeder von euch wird gebraucht”, sprach der Regierungspräsident selbst die künftige Berufstätigkeit der Schüler im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung an. Ein zusätzliches „Kuscheljahr” an einer Berufsfachschule sei nicht immer der erfolgreiche Weg, gab er ihnen dabei zu bedenken.

Wer sich über seinen Berufswunsch im Klaren sei, solle besser direkt eine Ausbildung beginnen, es sei denn, er benötige dafür einen weiteren Schulabschluss.

Gelobt wurde von den Schülern in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, an der Oberbrucher Hauptschule nicht nur mit einem, sondern mit gleich zwei unterschiedlichen Praktika seine Berufswünsche testen zu können.

Zum Schluss zähle für den Einstieg in den Ausbildungsberuf nicht unbedingt die Note, sondern „ob ihr pünktlich seid und arbeitswillig, ob ihr zuhört und verlässlich seid”, betonte Lindlar.

Gemeinsam mit den Vertretern aus Verwaltung und Schule diskutierte er dann die Problematik des negativen Images, das der Hauptschule derzeit anhafte. „Dieser Begriff ist systematisch kaputtgemacht worden”, bedauerte Lindlar.

„Hauptschule ist daher in erster Linie Marketing”, erklärte er und berichtete von einer anderen Schule, deren Image sich schon alleine durch einen neuen Namen enorm verbessert habe. Sie bezeichne sich jetzt als berufsvorbereitende Schule für Technik und kooperiere in ihrer Region bereits mit 35 unterschiedlichen Unternehmen.

Im Rahmen eines Rundgangs durch die Schule besuchte Lindlar dann neben der Schülerfirma ComRec auch die neue Mensa. Insgesamt 1,2 Millionen Euro hat die Stadt Heinsberg in jüngster Zeit an Eigenmitteln in die Schule investiert, die derzeit rund 300 Schüler hat. Weitere Investitionen, auch im Rahmen des Konjunkturprogramms, sind für das kommende Jahr geplant.

Die Teilnahme am Unterricht von drei Klassen rundete das Besuchsprogramm ab. In der Klasse neun hörte Lindlar einem Rollenspiel von Jugendlichen, Eltern, Lehrern und Politikern zum Thema Gewaltspiele zu.

In einer siebten Klasse informierte er sich über die Arbeit mit interaktiven Tafeln und in einer fünften Klasse lernte er eine neue integrative Lerngruppe der Schule kennen.
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