Hückelhoven - Bericht aus erster Hand über die Projekte

Bericht aus erster Hand über die Projekte

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Hückelhoven. Der Eine-Welt-Laden hatte seine Jahreshauptversammlung, auf der neben den üblichen Regularien ein Bericht mit einem kleinen Film von Amélie Poméon, die erst vor wenigen Tagen aus Brasilien zurückgekehrt war, im Mittelpunkt stand.

Amélie Poméon aus Kleinbouslar hat im Juni 2010 am Cusanus-Gymnasium Abitur gemacht und ist von der Eine-Welt-AG zusammen mit Louisa Fricke aus Gerderath ausgewählt worden, ein Freiwilligenjahr in Salvador da Bahia im Nordosten Brasiliens zu absolvieren, wo der Eine-Welt-Laden seit vielen Jahren eine Gesundheitsstation und eine Schule unterstützt.

Amélie wohnte vor Ort in einer kleinen Wohnung, die dort im Armenviertel Mangueira seit Jahren für die Freiwilligen angemietet ist, und hat von August 2010 bis April 2011 in der Schule des Projektes mitgearbeitet. Die Schule, die Aluisio vor 40 Jahren gegründet hat, um Kinder der Favela von der Straße zu holen und ihnen einen sonst vorgezeichneten Weg in die Kriminalität zu ersparen, ist heute eine so genannte Vorschule von vier Klassen, in denen Kinder aus ärmlichsten Familien alphabetisiert werden sollen, damit sie im Anschluss die Möglichkeit haben, eine staatliche Schulausbildung zu absolvieren. Diese Alphabetisierung ist Voraussetzung und damit Teil des brasilianischen Bildungs- und Schulkonzeptes, das unterschiedlich bewertet werden kann. Da der Staat diese Alphabetisierung fordert, sollte Aluisio auf mehr staatliche Zuschüsse pochen - was in Zukunft verstärkt geschehen soll.

Der anschauliche Bericht von Amélie vermittelte ein anschauliches Bild vom Elend in diesem Teil des an sich reichen Brasilien und den für uns kaum vorstellbaren Verhältnissen, unter denen Menschen leben müssen, zeigte zum anderen aber auch sehr deutlich, wie gut und sinnvoll die finanzielle Hilfe des Eine-Welt-Ladens verwendet wird.

Letzteres gilt auch für ein zweites Projekt im halbtrockenen Nordosten Brasiliens, bei dem im landwirtschaftlichen Bereich die Menschen gemäß ihren Bedürfnissen unterstützt werden. Auch dort ist der Eine-Welt-Laden in der glücklichen Lage - durch den Einsatz von jungen Leuten aus der Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums - genau zu wissen, wie und wo das Geld aus Hückelhoven verwendet wird, so dass die Befürchtungen des einen oder anderen Spenders über Missbrauch oder Misswirtschaft zerstreut werden konnten.
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