Hückelhoven - Bergkapelle sorgt für prächtigen Musikgenuss

Bergkapelle sorgt für prächtigen Musikgenuss

Von: bast
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Hückelhoven. Wenn die Bergkapelle Sophia-Jacoba zum Konzert in die Aula Hückelhoven einlädt, muss man zeitig anreisen, um noch einen Platz zu bekommen. Auch in diesem Jahr waren eine halbe Stunde vor Konzertbeginn bereits fast alle Plätze im weiten Rund belegt.

Das Orchester, inzwischen zusammen mit weiblichen Bläsern auf fast 50 aktive Mitglieder angewachsen, hatte unter dem Dirigat von Rolf Deckers eifrig geprobt. Der Orchesterchef stellte auch wieder einen herrlichen Strauß bunter Melodien zusammen, so dass der Vorsitzende Detlef Stab nach der Begrüßung den weiteren Abend in die Hände des Moderators Wolfgang Tischtau legen konnte.

Der verstand es, in den verbindenden Worten jeweils einiges über die Darbietungen, das Genre und die Komponisten zu vermitteln. Besonders geehrt wurde auch Ulrich Schwinkendorf, der wegen seiner Verdienste für die Bergkapelle Sophia-Jacoba vom Vorsitzenden die Kragenspiegel eines Dirigentenstellvertreters angeheftet bekam.

Es begann gleich schwungvoll mit „Die Sonne geht auf” von Rudi Fischer, der schon mit 18 Jahren den fränkischen Verein der Hergolshäuser Musikanten als Dirigent übernahm. Die „Highlights from Les Miserables” schlossen sich an, und mit „Pie in the Face Polka” von Henry Mancini brillierten die drei Soloklarinettisten Elke Rode, Kirsten Bernath und Hugo Viehmann.

Nach der von Rolf Deckers arrangierten Fassung der Ouvertüre „Der Barbier von Sevilla” kam es zu einem ersten Höhepunkt bei der alten schottischen Volksweise „Highland Cathedral”, auch als „Kölnhymne” von den Bläck Fööß” adaptiert. Rainer Wagner aus Ratheim mit seinem Dudelsack im Kilt des Douglas Musters fügte sich als Solist hervorragend in die Bergkapelle ein. Es gab lang anhaltenden Beifall.

Einschlag der Egerländer

Die Brass-Parade von Rolf Wiedemann, eine moderne Komposition im Swing-Rhythmus, und der bekannte „Florentiner Marsch” des Komponisten Julius Fucik beschlossen den ersten Teil.

Nach der Pause ging es gleich „Schneidig” ebenfalls von Fucik, weiter. Bei der „Goldenen Trompete” des Tschechen Antonin Borovicka spürte man den Einschlag der Egerländer Musikauffassung, und nach der „Anneliese-Polka” von Hans Arno Simon, die sofort zum Mitsummen anregte, bot das Orchester eine Komposition des eigenen Dirigenten Rolf Deckers. Der hatte Schlager der 70er-Jahre wie „Du gehörst zu mir”, „Über den Wolken” und „Aber bitte mit Sahne” für Blasorchester arrangiert.

Auch der „Regimentsgruß” von Steinbeck, bekannte Melodien des Komponisten Ennio Morricone führten langsam zum Schluss des offiziellen Abendprogramms, das mit dem „Auld Lang Syne”, in Schottland zum Jahreswechsel angestimmt, in Deutschland unter „Nehmt Abschied Brüder” und durch die Pfadfinderbewegung weltweit bekannt geworden von Robert Burns (1759-1796) auf einer Ballade von James Watson (1711) fußend, ausklang.

Die Aula-Besucher waren aber längst noch nicht zum Heimweg bereit, und so gab Rainer Wagner mit seinem Dudelsack zusammen mit dem Orchester noch eine alte schottische Weise zu Gehör. Als dann die Musiker ihre Grubenhüte aufsetzten und den Bergmannsgruß „Glück auf” intonierten, klatschten viele begeistert mit.

Und weil sie die Aula dann immer noch nicht verlassen wollten, gab es noch den „Rausschmeißer „Muss i denn zum Städele hinaus”. Aber dann war endgültig Schluss mit einem prächtigen Musikgenuss. Und nun kann man sich bereits auf das nächste Konzert freuen.
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