bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Bergbau-Tradition wird nicht vergessen

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
Die Zahl der Jubilare war groÀ
Die Zahl der Jubilare war groß bei der IGBCE-Feier im Saal Sodekamp-Dohmen, bei der die Bedeutung der Gewerkschaft hervorgehoben wurde. Foto: Kerkhoff

Hückelhoven-Hilfarth. Das Regionalforum Kreis Heinsberg der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) hat rund 2500 Mitglieder. 77 davon sollten am Samstag im Saal Sodekamp für ihre langjährige Zugehörigkeit geehrt werden.

Die IGBCE-Bezirksleiterin Heike Arnd betonte, dass gerade die Ehrung langjähriger Mitglieder in der Gewerkschaft eine gute Tradition habe. Insgesamt waren von den 77 Jubilare über 40 erschienen waren. Dies zeige, dass die IGBCE immer noch eine feste Größe in der Region sei, erklärte sie.

24.000 Mitglieder

Der IGBCE-Bezirk Alsdorf hat knapp 24.000 Mitglieder in 83 Ortsgruppen. Die IGBCE ist 1997 aus dem Zusammenschluss dreier Traditionsgewerkschaften entstanden. Damit habe man auf den kulturellen Wandel in der Industrie reagiert. Der Wegfall der Steinkohle habe den Wandel beschleunigt. Im Jahr 2018 soll der Steinkohleabbau in Deutschland endgültig der Vergangenheit angehören.

Mit Blick auf die Braunkohle betonte Arnd, dass die heimische Energie trotzdem ihre Bedeutung in der Wirtschaft behalten werde. Die Gewerkschaft sei „mehr als Tarifverhandlungen und Betriebsrat”, betonte die Funktionärin. Daher sei die ehrenamtliche Mitarbeit in der Gewerkschaft und ihren Organisationen von großer Bedeutung.

Die Jubilarehrung sei Anlass, um für die Treue und das Engagement zu danken. Besonders hob sie hervor, dass neben vielen langjährigen Mitgliedern auch eine 75-jährige Mitgliedschaft zu feiern sei.

Lange Geschichte endete 1997

Der Hückelhovener Bürgermeister Bernd Jansen erinnerte an die lange Bergbaugeschichte seiner Stadt und das Ende dieser Tradition im Jahre 1997.

„Damals haben wir gemeinsam die Ärmel hochgekrempelt und den Strukturwandel in Angriff genommen”, erklärte er. Dieser Prozess sei schon weit fortgeschritten, doch er sei noch lange nicht abgeschlossen. Die Stadt Hückelhoven müsse auf die Anforderungen der Zukunft reagieren und sich schon früh rüsten, denn „wir werden bunter, älter und weniger”.

Eine große Bedeutung in Hückelhoven habe daher auch das Thema Selbstbestimmung im Alter sowie die Barrierefreiheit. Trotzdem dürfe man auch die Bedürfnisse der Jugend nicht vergessen. Aufgabe der Politik sei es daher, optimale Rahmenbedingungen für alle zu schaffen. Die Tradition der Stadt, in der der Bergbau eine große Rolle spiele, werde dabei jedoch nicht vergessen.

Nach dem offiziellen Teil ging es mit Buffet, Musik und den Ehrungen weiter.Vor 75 Jahren, im Jahre 1936, ist Hans Bulinski in die Gewerkschaft eingetreten. Seine Treue wurde ebenso hervorgehoben wie die der sechs Kollegen, die seit 60 Jahren dabei sind: Heinrich Beumers, Klaus Gilles, Peter Krapohl, Martin Lambertz, Helene Lintzen und abschließend Wilhelm Scherz.

Viele sind schon seit 50, 40 oder 25 Jahren in der IGBCE organisiert

Auch die weiteren Jubilare stammen aus den Ortsgruppen Alt Hückelhoven, Hückelhoven Hansberg, Hückelhoven Wadenberg, Rurtal und Schaufenberg/Gerderath.

Seit 50 Jahren dabei sind Franz-Josef Böcker, Wilhelm Danner, Josef Deschu, Viincas Dirzinskas, Ludwig Dohmen, Hans Fahrig, Gerhard Gerstmann, Karl Goosmann, Dieter Grycz, Rafael Hoyo-Prados, Heinz Kampmeyer, Ernst Koenigs, Karl Pfeiffer, Franz-Josef Sonnen und Walter Ziemen.

Auf eine 40-jährige Gewerk­schafts­­zugehörigkeit blicken, Mehmet Aciman, Sükrü Alkan, Gerd Basten, Hans-Georg Becker, Leo Bischofs, Hans Jürgen Buttler, Ibrahim Cevahir, Halil Citak, Matthias Felten, Muzaffer Hizoglu, Hassan Imam, Sahin Kalayci, Peter Krings, Elisabeth Küppers, Ilios Lianos, Gerd Mahr-Basus, Theodor Meyer, Wolfgang Michalski, Ilias Pavlidis, Ferdinand Prömper, Michael Reckziegel, Roman Rogala, Martha Scheffer, Efsevia Stavrianidou, Herbert Sterlein, Kemil Tasdemir, Werner Lorenz Thomas, Helene Vaizidou, Hannelore Vetter.

25 Jahre in der IGBCE sind Ralf Banasch, Margit Bemmann, Guido Beuters, Norbert Bogmann, Markus Broich, Manfred Frieten, Lutz Gillessen, Murat Horuz, Michael Jach, Klaus Königs, Jürgen Lauing, Horst Nixdorf, Dieter Nixdorf, Gabriela Orlowski, Bruno Pigorsch, Anton Reichenbach, Monika Rother, Alfred Schneiders, Uwe Shim, Nihat Sonmez, Christian Steiner, Brigitete Wittka und Naci Yüce.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert