Bereitschaft: Jugendämter kooperieren

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Interkommunal wollen die Jugendämter im Kreisgebiet bei der Einrichtung ­eines gemeinsamen Bereitschaftsdienstes zusammenarbeiten. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises segnete den Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit einem einstimmigen Votum ab.

Das für Übach-Palenberg, Wassenberg, Wegberg sowie Gangelt, Selfkant und Waldfeucht zuständige Kreisjugendamt hatte – wie andere Ämter auch – vor Jahren die Pädagogische Ambulanz Kaarst mit der Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen beauftragt.

Nach Dienstschluss der Kreisverwaltung oder an Wochenenden und Feiertagen wird sie von der Kreispolizeibehörde über mögliche Inobhutnahmen informiert. Bislang hat die Pädagogische Ambulanz dann gehandelt, ohne sofort das Jugendamt zu beteiligen. Das Amt wurde erst am nächsten Arbeitstag über die Inobhutnahme unterrichtet. Doch inzwischen ist klar: Die Inobhutnahme ist ein hoheitlicher Rechtsakt. Ohne die Beteiligung eines Jugendamtes ist sie nicht machbar. In der Verwaltungsvorlage zur Ausschusssitzung wurde auf mehrere gutachterlicher Stellungnahmen verwiesen.

Das Kreisjugendamt und die städtischen Jugendämter von Erkelenz, Geilenkirchen, Heinsberg und Hückelhoven haben sich nun auf einen gemeinsamen Bereitschaftsdienst für den Kreis Heinsberg geeinigt, der außerhalb der Dienstzeiten Ansprechpartner für die Pädagogische Ambulanz Kaarst sein soll. Zentral soll das Kreisjugendamt diesen Bereitschaftsdienst für das gesamte Kreisgebiet übernehmen. Die jährlichen ­Kosten für diesen gemeinsamen Bereitschaftsdienst wurden im ­Jugendhilfeausschuss mit circa 22.000 Euro beziffert.

Es handelt sich dabei um die Personalkosten für die beim Kreisjugendamt beschäftigten sozialpädagogischen Fachkräfte, die sich bereit erklärt haben, diesen Bereitschaftsdienst wahrzunehmen. Die Kosten sollen von jedem Jugendamt zu einem Fünftel übernommen werden. Der Kostenanteil des Kreisjugend­amtes liegt demnach also bei etwa 4400 Euro im Jahr. Kreisjugendamtsleiter Hans-Jürgen Oehlschläger verwies auf den Einspareffekt bei dieser Zusammenarbeit, denn anderenfalls hätte jedes Jugendamt alleine in etwa die Summe aufbieten müssen, die nun durch fünf geteilt werden kann.

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