Beratung auf Basis des christlichen Menschenbildes

Von: defi
Letzte Aktualisierung:
8500434.jpg
Bei der Versammlung von donum vitae: Vorsitzende Barbara Schmitz (2. v. r.) und die Beraterinnen Sybilla Deffur-Schwarz (2. v. l.) und Ute Boetzkes (r.) hießen als Referenten Matthias Heidrich willkommen. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Es sei nicht das ganz große Jubiläum, das donum vitae in diesem Jahr feiere, doch es biete Anlass, innezuhalten und miteinander nachzudenken, erklärte Barbara Schmitz, Vorsitzende des Heinsberger Regionalverbandes des bundesweit tätigen Vereins, der werdenden Müttern Schwangerschaftskonfliktberatung bietet.

Der Bundesverband kann in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiern. Zwei Jahre nach dessen 1999 erfolgter Gründung wurde donum vitae auch im Kreis Heinsberg ins Leben gerufen. Barbara Schmitz hieß jetzt zur Mitgliederversammlung von donum vitae im Geistlichen Zentrum in Heinsberg an der Apfelstraße den Vorstand, Mitglieder und Mitarbeiter willkommen.

Stets ergebnisoffen

Matthias Heidrich vom Landes­verband donum vitae NRW befasste sich in seinem Referat mit der Schwangerschaftskonfliktberatung. Die Beratung auf gesetzlicher Grundlage werde stets ergebnisoffen durchgeführt. Die Entscheidung, das Kind auszutragen oder die Schwangerschaft abzubrechen, liege dabei stets bei der Frau. Die Basis, auf der donum vitae berate, sei das christliche Menschenbild. Bei der Schwangerschaftskonfliktberatung könne durchaus ein Spannungsfeld zwischen dem christlichen Menschenbild, dem sich donum vitae verpflichtet fühle, und dem Selbstbestimmungsrecht der Frau entstehen, so Heidrich.

360 Beratungsgespräche

Der Heinsberger Regionalverband von donum vitae führte, so war dem vorgelegten Jahresbericht 2013 zu entnehmen, im vergangenen Jahr für 130 Personen Konfliktberatungen durch. Hinzu kamen 101 Personen, die eine allgemeine Schwangerenberatung erhielten. Insgesamt wurden 360 Beratungsgespräche geführt. Auch in der Präventionsarbeit war donum vitae 2013 sehr aktiv. Bei der sexualpädagogischen Arbeit wurden im Rahmen von 48 Veranstaltungen 814 Personen erreicht.

Besonders sprang die Zahl von 106 Klientinnen aus der Stadt Heinsberg ins Auge, die – unabhängig von Konfession, auf Wunsch auch anonym – beraten wurden. Barbara Schmitz führte diese Zahl darauf zurück, dass donum vitae seinen Sitz in Heinsberg hat. Aus Geilenkirchen kamen 39 Klientinnen, aus Hückelhoven 23, aus Wassenberg 18, aus Erkelenz elf, aus Wegberg neun, aus Selfkant sieben, aus Übach-Palenberg fünf sowie aus Gangelt und Waldfeucht jeweils vier. Fünf Klientinnen stammten aus Kommunen außerhalb des Kreisgebietes.

„Mutterwerden und mehr“

Barbara Schmitz verwies auf das Projekt „Mum – Mutterwerden und mehr“, eine Geburtsvorbereitung und Beratung für junge werdende Mütter. Mit dem neuen Angebot „Mum“ reagiere donum vitae Heinsberg auf die Erfahrung der Beraterinnen, dass sehr junge Frauen und Mädchen, die sich entscheiden würden, ihr Baby auszutragen, besonders viel Unterstützung bräuchten. Donum vitae Heinsberg bietet den jungen Schwangeren einen erweiterten Geburtsvorbereitungskurs an, der ganz individuell auf ihre Lebenswirklichkeit und Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert