Kreis Heinsberg - Benetreus Appell: „Ältere Menschen wollen mitreden“

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Benetreus Appell: „Ältere Menschen wollen mitreden“

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Kreis Heinsberg. Der Vorsitzende des Katholischen Altenwerkes im Bistum Aachen, Heinz-Peter Benetreu aus Heinsberg, hat die älteren Bürger aufgefordert, sich an den Kommunal- und Europawahlen zu beteiligen.

Bei den Wahlen werde über das künftige Verhältnis zwischen den Generationen entschieden. Bei der Kommunalwahl gehe es um die Teilhabe der jüngeren und älteren Generation am lokalen Geschehen, die das Leben vor Ort lebenswert mache. Bei der ­Europawahl gehe es unter anderem um kommunale Interessen in einem Europa des Friedens, der Demokratie und der Freizügigkeit.

Der Vorsitzende des Altenwerkes wies darauf hin, dass ältere Menschen eigenverantwortlich mitreden wollten, wenn es um die gemeindliche Weiterentwicklung gehe. Benetreu hält Seniorenvertretungen in Gemeinden und Städten sowie auf Kreisebene für unabdingbar. Seniorenmitwirkungsgremien gehören nach seiner Vorstellung zu einem funktionierenden Gemeinwesen und einer lebenswerten Zukunft.

Benetreu appellierte vor den Kommunalwahlen an Politik und Verwaltungen, die wichtige örtliche Interessenvertretung älterer Menschen einzurichten. Darauf sollten die älteren Bürger bei Gesprächen und Wahlveranstaltungen die Politik deutlich aufmerksam machen. Denn Politik dürfe solche bewährten Einrichtungen, in denen Senioren ihre Lebens- und Berufserfahrung einbringen könnten, nicht verweigern.

Als Themenbereiche beziehungsweise aktuelle Handlungsfelder, bei denen Empfehlungen für die kommunale Politik erarbeitet werden könnten, nannte Benetreu unter anderem Stadt- / Gemeindeplanung zur lebenswerten Gestaltung vom Zusammenleben der Generationen, ehrenamtliche Tätigkeiten zum generationenübergreifenden Gemeinwohl, Verbraucherschutz für Ältere, Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsversorgung, Bedingungen in der Pflege, Kriminalprävention und Opferschutz, Altersarmut in der Gemeinde, kundenorientierte Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs, Hilfe bei Erkrankung und Beistand beim Sterben.

Grundsatz dieser generationenübergreifenden Arbeit in Seniorenvertretungen müsse es sein, Bedürfnisse der Menschen gemeinsam zu erkennen, verständlich zu formulieren, in die Politik und Verwaltung einzubringen und solidarisch durchzusetzen.

Überall würden nach der Kommunalwahl Ausschüsse und Gremien eingesetzt und personell besetzt, welche die Aufgabe bekämen, Entscheidungen der Politik und Verwaltung vorzubereiten, zu begleiten und fortzuentwickeln. Dabei sei es sinnvoll, in Abstimmung mit den Seniorenvereinigungen vor Ort, Senioren- oder Generationenbeiräte einzusetzen.

Benetreu lobte die kreative Seniorenvertretung im Kreis Heinsberg, die als Beirat für Senioren und Generationenfragen in den Jahren 2009 bis 2014 in Verantwortung für einander gute Erfahrungen bei der Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt gemacht habe. „Wichtig ist, dass die zu schaffenden Mitwirkungsgremien unabhängig von politischen Parteien sind“, so Benetreu.

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