Beim Mittelaltermarkt hat Wassenberg Nase vorn

Von: Willi Erdweg
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Wassenberg. Der Gewerbeverein Wassenberg hat als Veranstalter des Mittelaltermarktes aus den Kinderkrankheiten des ersten (höchst erfolgreichen) Spektakels im vergangenen Jahr gelernt. Für die zweite Auflage in diesem Jahr (Wochenende 16. und 17. Mai) werden Konsequenzen gezogen.

Größtes Manko im vergangenen Jahr war die Tatsache, dass der Handwerkermarkt am Rosstor von dem übrigen Geschehen am Burgberg und der Kapuzinerklause auf der Graf-Gerhard-Straße isoliert war und ein Schattendasein fristete. Das konnte so nicht weiter gehen. Deshalb soll in diesem Jahr der Handwerkermarkt zur Kapuzinerklause auf die Graf-Gerhard-Straße verlegt werden, so dass hier der zweite Schwerpunkt des Marktes entsteht.

Eine Verbindung zu dem Spektakel am Burgberg soll dadurch gewährleistet werden, dass sich einzelne Stände die Kirchstraße zum Mittelaltermarkt hochziehen oder dass, falls es nicht genug Stände gibt, das Wegstück mit bunten Bildern (Plakaten), die der Gewerbeverein zur Zeit drucken lässt, dekoriert wird.

Eine zweite Konsequenz, die der Gewerbeverein zieht, betrifft die Parkplatzfrage. Voriges Jahr wurde der Besucher aus Richtung Heinsberg durch die Beschilderung zum Parkplatz in der Oberstadt geführt (wo jetzt das Altenzentrum im Bau ist). Dabei stand in der Unterstadt genügend Parkraum, der nicht ausgelastet war, zur Verfügung. In diesem Jahr sollen motorisierte Besucher aus Richtung Heinsberg/L 117 frühzeitig gezielt auf Parkplätze in der Unterstadt verwiesen werden.

„Ich werde auch meine Parkfläche zur Verfügung stellen”, so Georg Hensges, Vorsitzender des Gewerbevereins und Inhaber eines Verbrauchermarktes-Marktes an der Jülicher Straße.

Schließlich eine dritte Neuerung: Der Mittelaltermarkt sperrte im vergangenen Jahr unterhalb der Burg Wassenberg die Kirchstraße. Besucher kamen nur hinein, wenn sie Eintritt bezahlten. In diesem Jahr soll die Passage frei sein, das heißt, Passanten können das kurze Stück Kirchstraße durch den Markt hindurch zurücklegen. „Es sind etwa 50 Meter”, sagt Georg Hensges, „da können sie vom Kassenpersonal begleitet oder beaufsichtigt werden”.

Bleibt das leidige Thema Eintrittspreis. Wie aus einer Pressemitteilung der Firma „Mittelalterich Phantasie Spectaculum” Dinkelsbühl hervorgeht, kosten die Tageskarten für alle Gäste ab 16 Jahren sieben Euro, für Kinder von sechs bis 15 Jahren drei Euro, alle darunter haben freien Eintritt. Am Sonntag haben alle Gäste unter 16 Jahren freien Eintritt.

Über Ostern fand auf der Eyneburg bei Kelmis vor den Toren Aachens ebenfalls ein mittelalterlicher Markt statt. Der Besucher konnte einen Vergleich mit Wassenberg ziehen. Der Eintritt kostete sechs Euro. Vergleicht man das Angebot, so hat Wassenberg die Nase vorn, da dort eindeutig mehr geboten wurde, an Ständen, vor allem aber an mittelalterlichem Rahmenprogamm und Ritterspektakel. Das gilt auch, wenn man die kurzen Flugvorführungen von Greifvögeln in Kelmis mit einrechnet. Das wäre übrigens noch ein Tipp: Flugvorführungen in Wassenberg - ein Adler startet vom Bergfried. (Das Wildgehege Hellenthal macht so etwas).

Unschlagbar war die Eyneburg hingegen mit ihrem Ambiente. Sie bietet das Vollbild einer geschlossenen Burganlage wie aus dem Bilderbuch, auch wenn ihr Erhaltungszustand nicht der beste ist.
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