Kreis Heinsberg - Bei der Mathematik-Olympiade ist Tüfteln angesagt

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Bei der Mathematik-Olympiade ist Tüfteln angesagt

Von: hewi
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Mathematik-Olympiade
Die Köpfe qualmten bei der Mathematik-Olympiade im Hückelhovener Gymnasium.  Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Schüler vieler ­weiterführender Schulen aus dem Kreis Heinsberg waren nach ­Hückelhoven gekommen, um dort im Gymnasium die Köpfe qualmen zu lassen und sich für den Landesentscheid der mittlerweile 53. Mathematik-Olympiade zu qualifizieren. Erstmals dabei war auch die Ratheimer Gesamtschule.

Rund 70 Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe waren zu dieser Regionalrunde angetreten, um einen der begehrten Plätze für die nächste Runde dieses traditionsreichen Wettbewerbs zu ergattern.

Die Mathematik-Olympiade hat Tradition und schon Generationen von mathematikinteressierten Schülern beschäftigt. Mit der Einführung des G8-Abiturs waren die Teilnehmerzahlen kurz in die Knie gegangen; so waren im vergangenen Jahr 60 Schüler in der Regionalrunde dabei. In früheren Jahren gab es bisweilen weit über 100 Teilnehmer beim Kreisentscheid dieses Wettbewerbs.

Doch Regionalkoordinator Ralf Peter gibt Entwarnung. „Mit derzeit 70 Teilnehmern sind wir wieder auf dem aufsteigenden Ast“, betonte der Mathe- und Physiklehrer. Ein weiterer wichtiger Punkt für eine gute Teilnehmerzahl ist natürlich die Frage, wie die Lehrer die Olympiade an ihrer Schule „verkaufen“, denn es hängt viel vom Lehrer ab, ob das Interesse da ist oder nicht.

Die erste Runde können die Teilnehmer zu Hause in ihrem Kämmerlein absolvieren: Die Schulrunde ist ein Hausaufgabenwettbewerb. Da trennt sich Spreu vom Weizen. Wer nach Hückelhoven eingeladen wurde, hatte diese erste Hürde schon einmal gemeistert und stürzte sich voller Elan in die zweistündige Fachklausur, bei der Lehrer aus dem ganzen Kreis die Aufsicht führten.

Denn die Regionalentscheide könnten nur absolviert werden, wenn Organisation und Verantwortung auf möglichst viele Schultern gelegt würden, wie Ralf Peter erklärte. Zum Beispiel auf die Schultern von Theresia Bollermann vom Übach-Palenberger Carolus-Magnus-Gymnasium. Sie ist seit Jahren dabei und wirbt bei ihren Schülern auch für den Wettbewerb – und das mit Erfolg. „Es gibt Schüler, die von sich aus fragen, wann es wieder losgeht“, berichtete sie am Rande des „Wett­rechnens“ im Hückelhovener Gymnasium.

Die Faszination an der Logik ist nicht neu, und bestimmte Themen ändern sich nicht. So stammen einige der Aufgaben aus der ersten Runde noch aus der Zeit Kaiser Karls, der Aufgaben zur geistigen Ertüchtigung des Volkes von seinem Hofwissenschaftler Einhard austüfteln ließ. Zum Beispiel die Geschichte vom Bauern, der einen Kohlkopf, eine Ziege und einen Wolf über einen Fluss bringen muss, aber immer nur ein Teil beziehungsweise Tier zur selben Zeit transportieren kann.

In welcher Reihenfolge muss er es tun, damit am Ende noch alle drei vorhanden sind. Der Wolf soll also nicht die Ziege und diese nicht den Kohlkopf essen. Man merkt es schon: Die Aufgaben stammen nicht aus dem täglichen Matheunterricht. Es sind ­eigens für diesen Zweck erdachte Tüfteleien, die altersgerecht formuliert und gewichtet sind.

Es wird noch bis Mitte Dezember dauern, ehe die Ergebnisse des Regionalentscheids vorliegen werden, denn nun haben die Lehrer die mühselige Aufgabe, neben ihrer täglichen Arbeit auch die 70 Rechenarbeiten der Olympiade-Teilnehmer zu bewerten und die besten Rechner unter diesen Schülern ausfindig zu machen. Diese werden am 22. Februar beim Landesentscheid in Bielefeld antreten und können sich dort für das Bundesfinale qualifizieren.

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