Bei Blutspendern gelten nun neue Altersgrenzen

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Kreis Heinsberg. Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Heinsberg hat sich auf seiner jüngsten Sitzung auch mit der aktuellen Situation in der Blutspende im Kreisgebiet beschäftigt.

Heinz Grevenrath, Blutspendebeauftragter im DRK-Kreisvorstand, berichtete, dass die Altersgrenze für Blutspender erhöht wurde. Grevenrath erklärte nach der Sitzung: „Die Lebenserwartung in Deutschland ist seit Jahrzehnten gestiegen. Die Menschen werden nicht nur älter, sondern auch gesünder älter. Je älter die Bevölkerung wird, desto höher wird auch der Bedarf an Blutkonserven. In NRW benötigten wir Anfang der 80er Jahre eine halbe Million Blutkonserven pro Jahr, heute sind es bereits 800.000!”

Er erklärte die Anhebung der Altersgrenze: „Früher wurden Blutspender spätestens mit dem 69. Lebensjahr in Rente geschickt. Blut wird jedoch ein ganzes Leben lang immer wieder neu gebildet, es wird also nicht alt. Die Blutkonserve, die von einem 70-jährigen gespendet wurde ist genauso gut wie die eines 18- oder 50-Jährigen. Die bisherige obere Altersgrenze für Blutspender war vor Jahren willkürlich auf 68 Jahre festgesetzt. Man war sich nicht sicher, ob die Blutspende im höheren Alter noch gut vertragen wird.”

Der DRK-Kreisvorsitzende Dr.Vondenhoff ist zuversichtlich, dass die neuen Altersgrenzen einen Schub bei den Blutspendern im Kreis Heinsberg zur Folge haben: „Mit über 10.000 Blutspenden bei unseren mehr als 100 Blutspendeterminen 2009 stehen wir im Landesvergleich zwar ganz gut da, um den Bedarf decken zu können, müssten wir jedoch zwischen 13.000 und 15.000 Blutspenden pro Jahr erreichen. Die neuen Altersgrenzen können dazu beitragen, unser Ergebnis aus dem Vorjahr noch zu verbessern. Bedarfsanalysen gehen von 50 bis 60 Spendern pro 1000 Einwohner aus. Diese Quote möchten wir in diesem Jahr erreichen.”
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