Fluch der Karibik Freisteller Kino Jack Sparrow

Begeisterter Applaus ist der verdiente Lohn

Von: defi
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Wohin nun mit der schwergewichtigen „Leiche” von Harry Hecht (Detlef Giese), fragten sich Ilse Meuchler (Petra Chilitis) und Tochter Carmen (Regina Zischke). Foto: defi

Heinsberg-Dremmen. Harry Hecht musste als Erster dran glauben. Doch wie schon der Titel der amüsanten Kriminalkomödie „Oje, schon wieder eine Leiche” in Aussicht stellte, blieb Harry nicht die letzte „Leiche” in diesem Schwank, mit dem der Dremmener Dilettanten-Klub sein Publikum am Wochenende in der heimischen Mehrzweckhalle köstlich unterhielt.

Detlef Giese spielte den schwergewichtigen Harry und durfte die Hälfte des ersten Aktes als „Leiche” versteckt hinter dem Wohnzimmersofa von Familie Meuchler, dem Spielort dieses Stücks, verbringen.

Nur gut für Harry, dass sein Freund Werner Meuchler (Dr. Hans Josef Voßenkaul) auch nach Harrys vermeintlichem Ableben zu ihm stand. Werner Meuchlers Gattin Ilse (Petra Chilitis), die jeglichen Mordverdacht von sich und aus ihrem Haus fernhalten wollte, plante schon mit Hilfe von Tochter Carmen (Regina Zischke) die Endlagerung des armen Harry auf dem Kompost. Dank Freund Werner landete Harry etwas pietätvoller im Gartenhaus.

Alle Darsteller verstanden es, die Situationskomik dieser Kriminalkomödie dank der bewährten Regie von Brigitte Voßenkaul auszuspielen. Auch die Neuen im Bunde der Laienspielschar fügten sich nahtlos ein. Iris Kück gab den Vorstadtganoven Toni Knast, der mit seinem Azubi Ede Meier, gespielt von der ebenfalls neu hinzugekommen Michaela Reiß, die „Mörderei” erst in Gang brachte.

Im Wohnzimmer seines Schwagers Werner Meuchler plante Toni das nächste Ding, das mit Hilfe von K.o.-Tropen über die Bühne gebracht werden sollte. Ede tarnte die K.o.-Tropfen als Potenzmittel, abgefüllt in einem Fläschchen mit der Aufschrift „Power Porn”. Das auf dem Wohnzimmertisch zurückgelassene Fläschchen weckte die Aufmerksamkeit der männlichen Besucher im Hause Meuchler.

Carmen Meuchlers Bräutigam Alexander (Steffen Hintzen) wurde nach Harry das zweite Opfer, das dem Wunsch, seine „geballte Manneskraft” noch mehr zu stärken, erlag. Szenenapplaus gab es beim Auftritt des Pfarrers, der zum Brautgespräch bei Meuchlers vorbeischauen wollte und allein gelassen im Wohnzimmer das Fläschchen entdeckte.

Günter Bonn spielte den Pfarrer so überzeugend, dass man glaubte, er sei gerade von St. Lambertus herüber gekommen. Zunächst widerstand der Pfarrer noch der Versuchung, doch bald musste auch er als „Mordopfer” entsorgt werden, und so wurde er mit der Schubkarre vor die Kirche gekarrt. Schließlich wollten die Brauteltern Werner und Ilse die Heirat ihrer Tochter Carmen nicht von ein paar Morden überschattet sehen.

Wo Mord, da auch Polizei: Kommissarin Müller (Ruth Giese) versuchte, Licht ins Dunkel zu bringen, in dem auch die tratschende Nachbarin Vreni Weiß (Marina Schulze, die dritte Neue auf der Dilettanten-Bühne) immer wieder zur Freude des Publikums herumstocherte. Auch Reporterin Kritzler, dargestellt von Brigitte Voßenkaul, und Harry Hechts Freundin Lilli (Anna Kirisaki-Gellissen) mussten dem Morden mehr oder weniger hilflos zusehen.

Zum Finale im dritten Akt wimmelte es dann nur so von Leichen auf der Bühne der Mehrzweckhalle. Doch nachdem der Vorhang gefallen war, standen alle Akteure des Dilettanten-Klubs wieder auf ihren Beinen und nahmen den verdienten Lohn für ihre Mühen, den begeisterten Applaus des Publikums, entgegen. Nicht vergessen wurden auch die Souffleure Claudia Heinrichs und Hans Voßenkaul.
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