Begegnung im Kreishaus: „Wie können Menschen angemessen alt werden?“

Von: defi
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Im Heinsberger Kreishaus: An Thementischen tauschten Mitglieder des Seniorenbeirates und Vertreter von Migrantenorganisationen ihre Erfahrungen zum Thema „Gemeinsam älter werden im Kreis Heinsberg“ aus. Die stellvertretende Beiratsvorsitzende Mali Berger (2. v. r.) begleitete diesen Austausch. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Einander kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen: Dies waren die Ziele der ersten Begegnung zwischen dem Beirat für Senioren und Generationenfragen des Kreises Heinsberg und Vertretern vom Netzwerk der Migrantenvereine im Kreis Heinsberg zum Thema „Gemeinsam älter werden im Kreis Heinsberg“.

Das Treffen im Heinsberger Kreishaus wurde als erster Schritt angesehen, die Potenziale zu nutzen, die älter werdende ausländische Mitbürger in die Gesellschaft einbringen können, und der größer werdenden Zahl derjenigen Migranten, die ihren Lebensabend nicht in der „alten“ Heimat verbringen werden, ein Älterwerden im Kreis Heinsberg zu erleichtern.

Der Vorsitzende des Beirates, Franz-Josef Lennertz, hieß die Teilnehmer der gemischten Runde im Namen des Seniorenbeirates herzlich im großen Sitzungssaal willkommen. Christian Ehlers, Leiter der Integrationsagentur für Migranten des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Jülich, stellte kurz das Netzwerk der Migrantenvereine im Kreis Heinsberg und deren anwesende Vertreter vor.

Der Griechische Frauenverein Kreis Heinsberg, der Verein türkischer Arbeit­nehmer Hückelhoven und Umgebung, der Alevitische Kulturverein Hückelhoven und Umgebung, der Verband der islamischen Kulturzentren Hückelhoven, Ditib – die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Hückelhoven und die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hatten insgesamt 30 Vertreter entsandt.

Pfarrerin Susanne Bronner hatte die Moderation des ersten „Dates“ übernommen. Sie bat die Anwesenden an drei Thementische, an denen im kleineren Kreis der Austausch begann. Christian Ehlers leitete den Thementisch „Partizipation“, die stellvertretende Beiratsvorsitzende Mali Berger den Tisch „Bildung und Kultur“, und Beiratsmitglied Hans-Peter Benetreu brachte den Austausch zum Thema „Gesundheit und Pflege“ in Gang.

Leben, Wohnen und auch Gepflegtwerden im Alter sind Themen, die alle Menschen im Alter gleichermaßen vor Probleme stellen können. Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Hier-Geborenen und Migranten aufzuzeigen, kann für beide Seiten hilfreich sein. Mali Berger: „Wir sehen, dass die Senioren im Kreis keine homogene, sondern eine sehr heterogene Gruppe sind. Es lohnt sich, den Blick zu weiten und die verschiedenen Gruppen miteinzubeziehen.“

Es gelte die Fragestellung zu beantworten, „wie können Menschen angemessen alt werden“, so die stellvertretende Beiratsvorsitzende. Die Einbeziehung von jungen Menschen, die in beiden Sprachkreisen aufgewachsen sind, sei von großem Nutzen bei der Überwindung von Sprachbarrieren. „Das erste Treffen“, so Mali Berger, „war für beide Seiten sehr informativ. Ich habe viele engagierte Leute kennengelernt.“ In ­einem zweiten Schritt will der Seniorenbeirat die Ergebnisse des ersten Treffens auswerten und das Thema weiterverfolgen.

Liesel Machat, Allgemeine Vertreterin des Landrates, und weitere Vertreter der Heinsberger Kreisverwaltung hatten ebenfalls an diesem ersten Kennenlerntreffen des Seniorenbeirats und des Netzwerks der Migrantenvereine teilgenommen.

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